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Second Life - Neuauflage mit Oculus Rift-Unterstützung in Planung

Von Christian Liebert - News vom 04.08.2014, 14:25 Uhr
Second Life Screenshot

Wie unsere Kollegen von Gulli berichten, entwickeln die Macher von Second Life derzeit an einem neuen Virtual-Reality-MMO. Mit frischen Features und voller Oculus Rift-Unterstützung will man wieder ganz groß rauskommen.

Zugegeben, in Deutschland hat man es nicht so krass mitbekommen, was den Boom von Second Life angeht. Das Onlinespiel erschien 2003, also zu Beginn des MMO-Hypes, und bot eine komplett andere Spielerfahrung als EverQuest, World of Warcraft oder Dark Age of Camelot. Anstatt gegen Drachen, Ritter oder Dämonen in die Schlacht zu ziehen, bot Second Life eine reale Welt, die von den Spielern maßgeblich ausgeschmückt werden und in der jeder Nutzer seine Träume wahrwerden lassen konnte. Gehandelt wurde im Spiel alles mit echtem Geld, was gerade für die Industrie ein Segen war. Viele Firmen siedelten sich im Spiel an und stellten digitale Waren zur Schau. Vor allem auch erotische Inhalte wurden zu einem begehrten Gut in Second Life. Das Spiel selbst setzte kein Ziel voraus. Es bot eben nur eine alternative Welt an, die fern ab der realen Bedingungen existierte. Seine Ehefrau betrügen und die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen? In Second Life war dies kein Problem.

Die virtuelle Realität war gerade in den 2000er Jahren so beliebt, dass Second Life teilweise 20 Millionen Bewohner beherbergte. Spieler unter 16 Jahren werden nicht für die Hauptwelt zugelassen und in einem separaten Bereich untergebracht. Finanziert wird Second Life durch den Erwerb der Ingame-Währung 'Linden-Dollar', das via Echtgeld getauscht wird. Damit kann man dann zum Beispiel mit anderen Spielern oder Unternehmen handeln, um ihre Services in Anspruch zu nehmen. So erhielt man zum Beispiel eigene Texturen, Gegenstände oder Luxus-Güter wie Autos oder Häuser. Es entwickelte sich sogar eine Wirtschaft, die es Spielern ermöglichte, von dem MMO ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Das alles ist aber mittlerweile Geschichte. Obwohl die Engine samt der Grafik immer weiter entwickelt wurde, verliert Second Life an Bedeutung. Aus dem virtuellen „besseren Leben“ wird immer mehr ein Brachland. Die Zahlen sinken monatlich, was die Entwickler zu einem radikalen Reboot bewegte. Diese sind nämlich aktuell dran, ein neues Second Life zu erschaffen und die einstigen Ideen aufzupeppen und an neue Gegebenheiten anzupassen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Verwendung von modernen VR-Headsets wie der Oculus Rift. Auch im neuen Second Life soll sich alles um Spaß, User-Generated-Content und Echtgeld-Einsatz drehen. Genauere Informationen gibt man aber noch keine Preis.

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