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Netzkultur - Gaming-Event für Frauen wegen Hass-Drohungen abgesagt

Von Dustin Martin - News vom 28.06.2017, 15:36 Uhr
Netzkultur Screenshot

Gaming Ladies sollte eine Veranstaltung für Frauen in der Spiele-Branche sein, auf dem sich die Entwicklerinnern und Spielerinnen austauschen können. Nun wurde die Veranstaltung abgesagt. Grund dafür sind Hass-Kommentare und Drohungen gegen die beteiligten Frauen.

Emanzipation und Gleichberechtigung sind nur zwei Stichwörter, die oft bei Diskussionen um Frauen in der Videospiel-Industrie fallen. Diese Diskussionen verlaufen jedoch gerade in der Spiele-Branche immer wieder kritisch und sorgen nicht nur für gute Schlagzeilen. Getroffen hat es nun die spanischen Veranstalter von Gaming Ladies.

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Gaming Ladies: Ein Event für Frauen in der Spiele-Branche

Hinter Gaming Ladies stand eine ganz einfache Idee: Frauen, die in Spanien in der Gaming-Branche arbeiten oder mit ihr zu tun haben, sollten sich zum Austausch und zum Networking in den vom Mobile-Games-Entwickler King zur Verfügung gestellten Büroflächen zusammentreffen. Dort waren Präsentationen und Diskussionen geplant.

Doch das Event wurde vor einigen Stunden abgesagt. So gab es kurz nach der Ankündigung einige Foren-Beiträge, in denen meist männliche Spieler ihren Unmut über die Veranstaltung kundtaten. Es ging unter anderem darum, dass keine männlichen Mitarbeiter eingeladen wurden.

Schon gewusst? Die Wissenschaft beweist: Frauen und Männer spielen gleich gut!

Hass-Kommentare, Drohungen und Frauenfeindlichkeit

Neben der friedlichen Kritik gab es jedoch auch Hass-Kommentare und sogar Drohungen gegen die Veranstalter und Teilnehmer. So drohten Männer damit, sich als Transsexuelle zu verkleiden und Gaming Ladies zu einem Desaster werden zu lassen. Frauenfeindliche Parolen sind nur die Spitze des Eisbergs.

Besonders hart für die Veranstalter ist die Vorgeschichte von Gaming Ladies. So gab es bereits ein solches Event, das nicht beworben wurde, da genau solche Drohungen erwartet wurden. Da sich jedoch nur sieben Teilnehmer meldeten, entschied man sich dieses Mal für die Öffentlichkeit – und scheiterte.

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