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Minecraft - Ministerium möchte Spiel in Türkei verbannen

Von Patrick Hopp - News vom 10.03.2015, 14:38 Uhr
Minecraft Screenshot

Nach einer erfolgten Prüfung zu gewalttätigen und frauenverachtenden Inhalten in Minecraft hat ein türkisches Ministerium nun die Ergebnisse bekannt gegeben: Das Spiel sollte verbannt werden.

Update, 10.03.2015, 14:38 Uhr:

Nach einer rund einen Monat andauernden Prüfung hat das türkische Familienministerium nun die Ergebnisse der Untersuchung der Öffentlichkeit präsentiert: Die von aufgebrachten Eltern erwähnten Vorwürfe gegen Minecraft stimmen zu und das Spiel sollte vom Markt genommen werden. 

Dem Bericht zufolge sorge Minecraft für eine soziale Isolation von der Außenwelt und für Internet-Mobbing durch die Online-Komponente von Minecraft. Zudem könnten Kinder dem Ministerium zufolge die Minecraft-Welt mit der echten verwechseln und somit anfangen, Tieren Schaden hinzuzufügen.

Ob Minecraft jetzt gebannt wird oder nicht entscheidet im Übrigen letztendlich das Gericht. Sollte dies der Fall sein...wir hätten keine Worte.

Ursprüngliche Meldung:

Wenn man diese Meldung liest, glaubt man zuerst an einen bizarren Scherz, doch tatsächlich ist dies alles andere als ein Witz. In der Türkei wurden Anschuldigungen gegenüber Mojangs und Microsofts Klötzchen-Spiel Minecraft laut, dass es Gewalt gegen Frauen darstellt und Aggressionen fördert, indem es Punkte für das Töten von Charakteren im Spiel vergibt. Jeder der Minecraft nur 5 Minuten gespielt hat wird bestätigen können, dass dies nicht der Fall ist. Trotzdem gibt es nun eine Untersuchung durch Aysenur Islam den Minister für Familien- und Sozialpolitik.

"Wir werden das Spiel genaustens prüfen, ob es Elemente von Gewalt gibt." sagte Islam und fügte hinzu, dass es zu einem nationalen Verbot kommen könnte.

Die Reaktionen international sind eindeutig, man kann diesen Schritt schlicht nicht nachvollziehen. Immerhin gilt Minecraft, das mehr als einer Millionen Spieler weltweit vorweisen kann, als eines der kinderfreundlichsten Spiele überhaupt und wurde für die meisten Teile Europas ab 7 Jahren freigegeben. Jonathan Jordan vom Games Magazin in Groß Britannien meldete sich diesbezüglich zu Wort.

"Minecraft gehört zu den letzten Spielen, bei denen ich denken würde, dass sie wegen Gewaltdarstellung verboten werden", sagt er.

Er fügte weiterhin hinzu, dass Spieler zwar die Möglichkeit haben Dorfbewohner (Villager) anzugreifen, man aber niemals vom Spiel dazu aufgefordert wird. Nicht einmal Blut ist im Spiel enthalten.

"Minecraft ist nicht gewalttätiger als die Der Herr der Ringe-Filme. Es gibt Schwerter, Bögen und Pfeile, aber man greift die meiste Zeit Monster und andere Kreaturen an und keine menschlichen Wesen."

Dr. Andrew Przybylski vom Oxford Internet Institut stimmt dieser Beschreibung von Jordan zu und erweiterte dessen Aussage.

"Minecraft ist ein Spiel in dem es um das Herstellen von Dingen und die Erforschung der Welt geht und es gibt keine realistische Gewaltdarstellung.[...] Wirklich gewalttätige Spiele lassen dich gegen gewalttätige Menschen antreten."

"Zu denken Minecraft wegen zu viel Gewalt zu untersuchen ist so, als würde man eine Untersuchung über gewalttätiges LEGO veranlassen." fügte er weiter hinzu.

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