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EverQuest Next - Storybricks scheitert bei Kauf von SOE und schließt selbst

Von Thomas Wallus - News vom 04.03.2015, 10:14 Uhr
EverQuest Next Screenshot

Nach der Beendigung der Kooperation bei EverQuest Next folgt die nächste schlechte Nachricht vom KI-Entwickler Storybricks. Die Gründer des Unternehmens kündigen das Ende ihres ehrgeizigen Projekts an.

Mit der Gründung von Storybricks wollten Rodolfo Rosini und Stéphane Bura ihre eigene Vision von einer wegweisenden Künstlichen Intelligenz in Videospielen Realität werden lassen. Die Engine sollte in Titeln wie EverQuest Next äußerst komplexe Charakterbeziehungen ermöglichen, um dynamische und überraschende Geschichten zu erzählen. Hierzu wollte man den Charakteren sozusagen eine eigene emotionale DNA verpassen. Diese Verheißungen ließen die Vorfreude auf EverQuest Next zweifelsohne wachsen. Vor zwei Wochen dämpften sich jedoch die Erwartungen, als die Zusammenarbeit zwischen der von Columbus Nova übernommenen Daybreak Games Company und Storybricks beendet wurde. Das Entwicklerteam bei Daybreak Games wird die KI fortan in Eigenregie erstellen. Für Storybricks endet damit die erste und größte Kooperation.

Nun steht fest, dass sich Storybricks komplett vom Markt zurückzieht. Rosini und Bura wollen Technologien schaffen, die nicht nur auf Videospiele einen Einfluss haben, sondern viele Menschen betreffen und bewegen. Auch haben den Beiden die ständigen Reisen zugesetzt, weshalb sie einen Neuanfang wagen möchten. Dies sei eine eigenständige Entscheidung gewesen und stehe nicht im Zusammenhang mit dem Ende der Zusammenarbeit mit Daybreak Games. Für die neue Unternehmung suchen die Gründer bereits neue KI-Entwickler in der Umgebung von San Francisco. Weil sich für die Technologie von Storybricks, für welche ein Patent angemeldet wurde, kein Käufer fand, wolle man in Bälde zumindest eine kostenlose Demo von Storybricks veröffentlichen, damit das Werk in anderen Games weiterleben kann.

In den letzten Monaten wurde es dabei nochmal richtig spannend für das knapp zehnköpfige Team von Storybricks. Als feststand, dass sich Sony von seinem Online-Gaming-Studio trennen wollte, buhlte das kleine Unternehmen mit bei der Übernahme von Sony Online Entertainment. Gemeinsam mit anderen Investoren habe man das nötige Kapital organisiert, doch die von Sony in Japan aufgesetzten Bedingungen hätten es für die Investoren unmöglich gemacht, zuzuschlagen. Letztlich sei der Deal an Columbus Nova gegangen, wobei der Investmentfirma wohl gänzlich andere Konditionen geboten wurden. Auch Storybricks hätte im Anschluss an eine Übernahme drastische Einschnitte bei SOE vorgenommen. Allerdings hätte man sich nicht auf die einfachen Entwickler, sondern auf Kürzungen beim Senior Management konzentriert. Auch wollte man die Serverstruktur ändern und den Spielern die Gründung eigener Server erlauben.

Storybricks scheitert bei Kauf von SOE und schließt selbst.

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