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E-Sport - Entwickler fordert olympische Disziplin

Von Dustin Martin - News vom 29.12.2014, 12:02 Uhr
E-Sport Screenshot

In den Köpfen immer mehr Menschen ändert sich der Gedanke des Sports als reine körperliche Leistung. Denn zum Sport gehört auch noch mehr: Konzentration, Taktik und ein wenig Gefühl. Deshalb ist eSport hier und da auch schon als Sport anerkannt. Nun fordert der ehemalige Gamedesign-Vizepräsident von Blizzard eine olympische Disziplin für eSport.

Noch bis zu diesem Jahr arbeitete Rob Pardo für Blizzard als Vizepräsident im Bereich des Game-Designs. Über 17 Jahre arbeitete er zusammen mit seinen Kollegen an World of Warcraft, das zeitweise beliebteste Spiel der Welt. Nun setzt sich der Mann für die eSports ein und fordert: Auch Gaming soll olympisch werden.

Pardo sagte der britischen „BBC“, es gebe „sehr gute Argumente dafür, dass eSport zu den Olympischen Spielen gehören sollte“. Er denkt, insbesondere die „kompetitiven Fähigkeiten“ seien dafür ausschlaggebend. „Man muss sich doch bloß einmal die Profi-Spieler mit ihren blitzschnellen Reflexen ansehen.“

eSports bei Olympia: Definition des Sports hinterfragen

Wie so vielen Experten ist dem Entwickler jedoch auch klar, dass eSports nicht in naher Zukunft als olympische Disziplin eingehen kann. Es komme jedoch jetzt schon auf die Arbeit und das Engagement an, beteuert er. Zudem sei es notwendig, die immer wieder zitierte Definition des Sports als „körperliche Anstrengung“ zu hinterfragen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Pardo vergaß bei seinen Ausführungen mitunter, dass es zwischen den eSportarten, also Games wie League of Legends oder Counter-Strike: Global Offensive, auch enorme Unterschiede gibt und eine olympische Disziplin „eSport“ als solches nicht ausreichen würde.

Es ist noch ein weiter Weg, bis eSport eine olympische Disziplin wird

Zudem ist fraglich, wie sich der eSport bei Olympia umsetzen würde. Geht man nach den Exklusiv-Rechten der Sponsoren dürften Riot Games, Valve & Co. gar nicht mitmischen oder die Finanzen ganz den Organisatoren überlassen. Des Weiteren fehlen derzeit noch Länderteams und die Anerkennung von eSport in den Ländern.

An den zuletzt genannten Punkten müssten diejenigen ansetzen, die eSport etabliert sehen wollen. Was Pardo in Zukunft ohne Blizzard machen wird, ist derzeit noch unklar. Er wird jedoch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weiter Games entwickeln.

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