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Diablo 3 - Verbraucherzentrale gewinnt gegen Blizzard

Von Tobias Fulk - News vom 27.09.2012, 11:57 Uhr
Diablo 3 Screenshot

Einmal mehr hat sich die Verbraucherzentrale Bundesverband gegen einen Videospiel-Hersteller durchgesetzt. Diesmal traf es Blizzard, die mit Diablo 3 nicht Verbraucher-fürsorglich gehandelt haben sollen. 

Schon kurz nach dem Release von Diablo 3 wurde bekannt, dass sich die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen Blizzard Entertainment einsetzen wird. Der Grund: Das US-Unternehmen hat nicht genügend Hinweise auf der Verpackung von Diablo 3 geliefert, welche auf eine dauerhaft benötigte Internetverbindung hinweisen. Außerdem ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass man sich beim Online-Service "Battle.net" registrieren muss. Geht die Verbraucherzentrale Bundesverband hier eindeutig zu weit? 

"Dieses betrifft alle Produktkategorien, die wie Diablo 3 nur über einen Battle.net-Account und eine bestehende Internetverbindung (auch im Einzelspielermodus) genutzt werden können.", sagt ein Sprecher der vzbv. Außerdem wird kritisiert, dass man das Spiel an einen festen Battle.net-Account koppeln muss. Es ist von einer "massiven Ungleichbehandlung" gegenüber der Spieler die Rede. Auch eine ausgesprochene Abmahnung an Valve's Steam-Plattform wird hier in Zusammenhang gebracht. 

Schlechte Nachrichten für Blizzard: Der Zwist gegen die Verbraucherzentrale ging verloren. Das bedeutet ab sofort noch größere Warnhinweise, welche die meist hübschen Cover-Arts verdecken.

Welche Konsequenzen hat dieser "Sieg" der Verbraucherzentrale nun? Durch Zustimmung der Anklage seitens einer Unterlassungserklärung Blizzard's verpflichtet sich die Spieleschmiede, künftig auf Verpackungen erweiterte Konsumenten-Hinweise abzubilden. Das gilt vor allem für dauerhafte Internetverbindungen und Registrierungen, die zum spielen des Titels notwendig sind.

Wir meinen: Die Verbraucherzentrale Bundesverband sollte sich schleunigst mit den neuen Geschäftsmodellen der Publisher vertraut machen und aufhören, altmodische Denkweisen zu verbreiten. Es ist längst an der Tagesordnung, Spiele an einen festen Account zu koppeln (EA mit Origin, viele Spiele mit Steam, Blizzard mit Battle.net). Es ist der Trend, den Computerspiele nehmen, da man unter anderem nur so gegen Raubkopien vorgehen kann. Und genau das sollte im Interesse der Verbraucherzentrale Bundesverband sein. 

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