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Allgemein - Das Aus für Silicon Knights: Spiele müssen vernichtet werden

Von Dustin Martin - News vom 09.11.2012, 15:12 Uhr
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Eine Tragödie oder doch eher ein gerechter Verlauf: Die Geschichte von Silicon Knights ist auf jeden Fall ein Lehrstück für alle Spiele-Entwickler.

Fangen wir erst einmal am Anfang an: Silicon Knights verklagt Epic Games, sie werfen ihnen vor, dass sie mit der Unreal Engine 3 keine funktionierende Game-Engine anboten. So soll Epic die verdienten Lizenzgebühren nicht in die Verbesserung der Engine, sondern in die Produktion von Gears of War investiert und somit veruntreut haben. Silicon Knights spricht dabei sogar von Sabotage an ihnen und den anderen Entwicklern, da Epic Weiterentwicklungen der Engine nur für die interne Entwicklung von Spielen nutzte und absichtlich vor ihren Kunden verheimliche. Doch wie erwartet verlor Silicon Knights die Klage am 30. Mai 2012 und musste an Epic Games circa 4,45 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. Und dies trieb den Spielentwickler verständlicherweise an den Rand des Ruin.

Doch mit dem Gerichtschaos soll noch nicht Schluss sein: Heute hat der Gerichtshof dem Unternehmen noch weitere Bedingungen gesetzt. Beispielsweise muss der Entwickler alle Spielcodes vernichten, welche die Unreal 3 Engine Technologie beinhalten. Außerdem müssen alle Spiele mit der Engine zurückgerufen und zerstört werden, welche sich aktuell noch im Handel befinden. Spiele wie Too Human, X-Men: Destiny, The Sandman, The Box/Ritualyst oder auch Siren in the Maelstrom sind betroffen. Der Richtspruch besiegelt nicht nur das entgültige Ende von Silicon Knights, sondern auch ihr Erbe und ihre Arbeit von acht Jahren.

Anfang dieses Jahres: Silicon Knights besteht aus vielen Mitarbeitern, arbeitet an verschiedenen Projekten. Heute sind es nur noch vier Mitarbeiter.

Am heutigen Tage besteht Silicon Knights nur noch aus vier Mitarbeitern und es ist unumstritten, dass die Einstellung ihrer Arbeit nur noch eine Frage der Zeit ist. In der letzten Zeit hat sich aber auch viel Ambivalentes abgespielt, so wurden ehemalige Mitarbeiter als Verräter abgetan und nicht mehr in den Endcredits erwähnt. Auch nahm die Chefetage viele Projekte überhaupt nicht ernst, womit oft Streitigkeiten mit Publishern provoziert wurden. Als Schlussfrage stellt sich für uns nur noch: Ist die Geschichte der Silicon Knights (Tempelritter) tragisch oder gerecht verlaufen?

Von diesem Spiele-Entwickler werden wir in Zukunft kein Spiel mehr erwarten können: Silicon Knights

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