PlayNation Test Age of Conan

Age of Conan - Test: Age of Conan

Von Redaktion PlayNation - Test vom 10.06.2008 - 16:11 Uhr
Age of Conan Screenshot

König Conan ruft zu den Waffen: Der barbarische Chartstürmer im Mega-Test!

Fazit

Martin "Pryde" Sachse: Allgemein geht das Leveln recht zügig voran und bietet dank vieler Quests auch dem Casualgamer die Möglichkeit, schnell das maximale Level zu erreichen. 250 Stunden laut Funcom, könnten hinkommen. Fixe Spieler schaffen es wohl in der Hälfte der Zeit. Die Aufgaben sind fesselnd und gut erzählt, manche Questreihen sind beinahe episch unendlich lang, aber entsprechend gut fallen auch die Belohnungen aus. Die Kämpfe sind für jede Klasse recht ausgewogen und spannend.

Der neuen Welt sei dank, ist auch die hohe Hilfsbereitschaft und Communityfreundlichkeit anzupreisen. Davon ab trifft man immer wieder den einen oder anderen Bekannten von früher und oder anderen Welten. Das i-Tüpfelchen ist und bleibt die Grafik und die ungebrochene Atmosphäre, die das Zeitalter von Conan bietet. Nimmt man alles zusammen und regt sich all zu oft über Kleinigkeiten die den Spielfluss unterbrechen oder trügen auf, nimmt man sich einen kurzen Augenblick, der gerne auch mal länger werden kann, und lässt die Welt auf sich wirken.

Die wunderschöne Grafik, fantastische Texturen und Effekte, stimmungsvolle Hintergrundmusik und eine passende Geräuschkulisse, ein integrierter Tag-Nacht-Zyklus, schön anzusehende Skins, sowohl von Monstern als auch Spielern und deren Rüstungen und Waffen, Kampf- und Zauberanimationen und schließlich die ganzen unzähligen kleinen Details, die den Kontinent lebendig erscheinen lassen. So beispielsweise umher schwirrende Glühwürmchen, stromaufwärtsspringende Lachse, Möwen an Häfen, Nebel, Kleinvieh, torkelnde Piraten und verführerische Kurtisanen, alles stimmig zu der dunklen und von Krieg bedrohten Welt ergeben. Schlussendlich ein gutes Produkt, welches mit der Zeit nur noch besser werden kann. König Conan hat zu den Waffen gerufen!

Patrick "Zaphikel" Dezutter: Nach fünfjähriger Entwicklungszeit bietet Age of Conan eine atemberaubende Grafik, Soundeffekte wie im Kino und eine riesige,  stimmige Welt für erwachsene Spieler. Leider werden diese teilweise äußerst schlagkräftigen Argumente durch einige haarsträubende und mindestens genauso unnötige Bugs wieder stark geschmälert. Herauszuheben ist hier vor allem das Benutzerinterface. Neben der fehlenden Übersicht ist hier vor allem die nicht vorhandene Erklärung zu bemängeln. Andererseits hat man zeitgleich eine unglaubliche Modifikationsfülle ohne nervige Add-Ons.

Das Leveln geht fix von der Hand und verliert sich durch die tolle Questführung nicht im Gegenstände oder NPC suchen, sondern schafft es locker einen durch die epischen Questausmaße lange an Conan's Welt (das klingt jetzt irgendwie nach Frau Pooth) zu binden. Fraglich ist wie das Endgame auf Dauer funktioniert. Viele Spieler haben hier, wahrscheinlich mit Recht, Bedenken bezüglich der späteren Eintönigkeit des Barbarendaseins. Die Frage ist, ob das PvE mit Level 80 zum Itemsammeln „verkommt", was allein wegen des WoW-Erfolgs leider sehr wahrscheinlich, und das PvP diesen Malus im Fall der Fälle auffangen könnte. Mit Gildenschlachten, Städtebau und einem separaten Levelaufstieg stehen die Chancen hier nicht schlecht.  Zusätzlich wurden für die nächste Zeit bereits weitere Features und größere Bugfixes angekündigt. Gepatcht wird auch bereits alle zwei Tage. Aufgrund dieser Bemühungen liegt die Vermutung nahe, dass dem Spiel eine um zwei bis drei Monate verlängerte Beta-Phase gut bekommen wäre. Trotz allem ist Age of Conan definitiv ein echter Hit. Es bleibt abzuwarten, ob Warhammer Online und Konsorten dieses Schwergewicht verdrängen können. Ich mache mich jedenfalls nun wieder auf nach Hyborien und gehe noch etwas mit meinem Bärenschamanen Gassi.

PvE-Spieler: Epische Questreihen, Destiny-Quests und massig Dungeons

PvP-Spieler: Gildenkriege mit Belagerungen, Minispiele und Söldnersystem

Solo-Spieler: Grundsätzlich kein Problem, für den gesamten Spielinhalt muss allerdings eine Gruppe her

Gelegenheitsspieler: Ein bis zwei Stunden pro Spielsession sollten schon vorhanden sein. Im Endgame eher mehr

Technik: Die beste Grafik trifft den stimmigsten Sound aller aktuellen MMORPGs

Besondere Features: Massive-PvP, fast direktes Kampfsystem und Gildenstädte

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