PlayNation Test BlazBlue: Cross Tag Battle

BlazBlue: Cross Tag Battle - Eine fast perfekte Kombination aus Style und Action

Von Yannick Arnon - Test vom 30.06.2018 - 16:01 Uhr
BlazBlue: Cross Tag Battle Screenshot

Crossover in Beat'em-Ups sind zur Zeit en vogue, das haben Spiele wie Injustice 2, Tekken 7 oder Marvel vs. Capcom: Infinite unschwer erkennen lassen. Das hat man auch bei Arc System Works festgestellt und schickt mit BlazBlue: Cross Tag Battle einen weiteren Titel ins Rennen, in dem nicht zwei, nicht drei, sondern gleich vier Franchises miteinander verschmolzen werden. Warum Cross Tag Battle nicht die Pole Position durch zahlenmäßige Überlegenheit holt, aber trotzdem überzeugt, lest ihr in unserem Test zur Version für Nintendo Switch.

Can't Escape From Crossing Fate!

BlazBlue, Persona 4 Arena, Under Night In-Birth und RWBY sind die vier Marken, die in BlazBlue: Cross Tag Battle aufeinander treffen. Die Chancen dürften recht hoch stehen, dass ihr bei mindestens einem dieser Namen ein Fragezeichen über dem Kopf schweben habt, da viele der genannten Serien hierzulande lediglich einen Nischenstatus haben.

20 Charaktere umfasst das Roster zu Beginn. Aus BlazBlue stammen Ragna, Jin, Rachel, Hazama, Noel, Azrael, Iron Tager, Makoto, Nu-13 und Es. Persona 4 Arena wird von Yu, Yosuke, Chie, Yukiko vertreten, während Hyde, Linne, Waldstein und Gordeau die Repräsentanten für Under Night In-Birth sind. Zu guter Letzt sind auch Ruby und Weiss aus RWBY spielbar.

Bereits vor Release hat Arc System Works Pläne für zusätzliche Kämpfer als DLC vorgestellt, von denen es vorerst 20 weitere geben soll. Die RWBY-Charaktere Blake und Yang sind dauerhaft gratis erhältlich, das erste kostenpflichtige Add-On mit drei Zusatzcharakteren bekommt ihr bis zum 7. Juli als kostenlosen Download.

In den Kämpfen treten Tag Teams aus jeweils zwei Charakteren an. Gewonnen hat ein Spieler, sobald er beide Charaktere des gegnerischen Teams besiegt hat. Ihr habt zwei Knöpfe für reguläre Angriffe, einen Clash Button, mit dem beide Charaktere gemeinsam angreifen und jeweils einen Knopf für Assist-Attacken oder das Einwechseln eures Partners. Das zugrundeliegende Kampfsystem ist deutlich komplexer, als man es vermuten mag. Neben dem für Prügelspiele üblichen Meterleisten-Management gilt es Air Dashes, verschiedene Typen von Ukemi und Comeback-Mechaniken zu erlernen. Dabei helfen euch die umfangreichen Tutorials, die euch Schritt für Schritt die unterschiedlichen Elemente von den Grundlagen bis hin zu Combos für einzelne Charaktere beibringen. Ihr müsst also nicht mit BlazBlue oder Beat'em-Ups im Allgemeinen vertraut sein, um ins Spiel zu finden. Nehmt euch die Zeit und versucht unterschiedliche Teams und Strategien auszuprobieren, um die für euch ideale Kombination zu finden.

Wer für den Anfang nur Knöpfe drücken und sich an den imposant in Szene gesetzten Kämpfen erfreuen will, kann dies im Story-Modus tun. Irgendwer oder irgendwas hat Kämpfer aus vier verschiedenen Dimensionen entführt, um sie in einem Turnier gegeneinander antreten zu lassen. Für die Sieger winkt ein Ticket zurück nach Hause, doch was geschieht dann mit den anderen Teilnehmern? Die Story wird in Episoden für die jeweiligen Franchises aufgeteilt, welche im Stil einer Visual Novel mit Charakter-Portraits und vertonten Textboxen erzählt werden. Im Vergleich zum Anime-Intro ist diese gewählte Form der Präsentation weniger ansprechend.

In der BlazBlue-Episode wird der weitere Verlauf durch von euch zu treffende Entscheidungen bestimmt, die einzelnen Optionen können zu unterschiedlichen Enden führen. Ihr solltet eine gewisse Vorliebe für die gewählte Erzählform und die Charaktere mitbringen, sonst wird die Story schnell öde, wenn ihr keine Liebe für die exzentrischen Charaktere und den augenzwinkernd erzählten Plot aufbringen könnt. Leider gibt es auch keine Möglichkeit, einen Mitspieler die Rolle eines eurer Teamkollegen zu übernehmen, außer wenn ihr den Controller hin- und herreicht.

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

KOMMENTARE