PlayNation Test Tale of a Hero

Tale of a Hero - Test: Magere Adventure-Kost?

Von Redaktion PlayNation - Test vom 15.09.2010 - 08:05 Uhr
Tale of a Hero Screenshot

Point'n'Click-Adventure Fans haben kein einfaches Leben. Nur sporadisch erscheinen mal neue Titel in diesem Genre, welche dann aber meist auch nur durchschnittliche Wertungen einheimsen. Dieses allgemeine Problem im Genre hat Daedalic Entertainment erkannt und in Zusammenarbeit mit Future Games (Black Mirror & Alter Ego) ein Point’n’Click-Adventure veröffentlicht. Die Rede ist von Tale of a Hero, welches wir für euch ausführlich getestet haben. Eines können wir euch jetzt schon sagen: Es ist erneut nur ein durchschnittliches Adventure!

Eine Welt voller Verständnis & Eifersucht

In Tale of a Hero schlüpfen wir in die heldenhafte Rolle von Olaf. Das Adventure von Future Games ist in einem Fantasy-Setting angelegt, welches den Name Aldiara trägt. In Aldiara leben nicht nur Menschen wie du und ich, sondern auch zahlreiche Drachen oder andere Monster, welches logischerweise einer andere Lebensweise als das menschliche Wesen folgt. Doch anders als Olaf's Vater geht der junge Held viel diplomatischer gegen die Schöpfung der Dunkelheit vor. Er sucht mehr den Weg der Verhandlung und des „Friede, Freude, Eierkuchen“-Happy Ends statt sie kaltblütig in Vorruhestand zu schicken.

Friede, Freude und Eierkuchen gibt es bei der Verlobten von Olaf sicherlich nicht. Diese ist nämlich ganz schön angepi... verärgert darüber, dass Olaf sich auf ein Abenteuer begibt um seine Jugendliebe, Prinzessin Erea, aus den Händen eines unheimlichen Riesen zu befreien. Mehr gibt’s zur Story auch schon nicht zu sagen.


(Halbfertige) Point’n’Click-Adventure Kost
Wie bereits in der Überschrift erwähnt, wirkt Tale of a Hero ziemlich unfertig. Das fängt bei Kleinigkeiten schon an: Es gibt weder eine Speicherstand-Beschriftungsfunktion, noch ein Quest & Notizbuch. Da helfen selbst die oberschlauen Sprüche von Olaf nicht wirklich weiter. Unfertig sieht auch die Optik des Spiels aus. Die Texturen sind unscharf und die Umgebung beziehungsweise die Hintergründe wirken wie mit der neusten Version von Photoshop entworfen. Außerdem sind die Animationen von Hauptcharakter Olaf ziemlich steif und das Modell ist für heutige Verhältnisse eindeutig zu klobig und kantig.


Kommen wir von einer ausführlichen Meckerei an der Grafik nun zu technischen Fehlern des Spiels, denn diese gibt es auch zu Hauf. Im „Inventar, welches man am oberen Bildschirmrand ziemlich lieblos vorfindet, kann man zum Beispiel eine Seil nicht mit einem Stein benutzen, ein Stein mit einem Seil aber schon – unlogisch!

Kommen wir nach einer Durststrecke an positiven Aspekten nun mal wieder zu etwas Erfreulichem. Denn Tale of a Hero nervt euch nicht mit langweiligen Schieberegler-Rätsel, sondern mit tollen Denk- & Kombinationsaufgaben. Deshalb müsst ihr auf jeden Fall grundsätzlich alles einpacken, was euch auf dem Weg durch Aldiara in die Quere kommt.

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