PlayNation Vorschau Detroit: Become Human

Detroit: Become Human - Der neueste Streich von Quantic Dream

Von Andre Holt - Vorschau vom 24.08.2017 - 16:29 Uhr
Detroit: Become Human Screenshot

Wer jetzt erwartet, dass Quantic Dream erneut alles beim Gleichen lässt und die typische Schiene fährt, dürfte zumindest teilweise richtig liegen: Das Spiel bietet aufgrund der per Motion-Capture integrierten Schauspieler eine unglaublich immersives Feeling und kann durch seine tolle Optik an einen interaktiven Hollywood-Streifen erinnern. Doch während unserer Testphase auf der gamescom mussten wir feststellen, dass sich der Titel aufgrund unterschiedlichster Dinge eher wie ein Spiel anfühlt als es die geistigen Vorgänger je taten. Das fängt an bei der Möglichkeit per Tastendruck die aktuelle Mission anzuzeigen und so die jeweiligen Hotspots der Areale zu erkennen und mit ihnen zu interagieren. Dies erinnert zwar stark an Norman Jayden aus Heavy Rain, wirkt aber viel durchdachter, ausgereifter und vor allen Dingen stimmiger. Die Nutzung der bekannten Events sind ebenfalls wieder enthalten und stellen euch vor die Probe unterschiedliche Tasten in einer bestimmten Reihenfolge zu drücken, um die jeweilgie Aktion auszuführten.

Detroit: Become Human Detroit: Become Human Drehbuch wegen Entscheidungsvielfalt etwa 2000 Seiten lang

Die Qual der Wahl

In den präsentierten Bereichen wirkte die Umgebung viel mehr mit in die Geschichte einbezogen und erlaubte eine Vielzahl an Interaktionen. So konnte Marcus nach einer geglückten Befreiung von Androiden die unterschiedlichsten Dinge mit dem Schauplatz anstellen und eine klare Linie in Richtung Pazifist oder Vandalist gehen. So stehen wir vor der Wahl, ob wir ein Fenster einschmeißen wollen oder es nur ansprayen. Dies ist nur eine kleine Entscheidung verglichen mit der Wahl, ob man gar die Statue auf dem Platz umreißen will und ein nahestehendes Haus mithilfe von futuristischen Molotov Cocktails in Flammen zu setzen. Es liegt also völlig am Spieler, wie man sich entscheidet und somit indirekt die Persönlichkeit der Androiden formt. Bei dem gezeigten Material überzeugte dies sowohl bei Connor als auch bei Markus, die jeweils eine Wahl boten, die den grundsätzlichen Gedankengängen der Protagonisten entspricht.

Auch die Emotionen kommen bei Detroit: Become Human nicht zu kurz: So schlüpften wir auch in die Rolle des Polizisten Connor, der an einen Schauplatz einer Geiselnahme kommt. Bei der Geisel handelt es sich um ein Kind, das von dem Haus-Androiden gepackt wurde und jetzt vom Dach des Hauses geworfen werden soll. Wir haben mit Connor jetzt die Chance uns etwas am Tatort umzusehen, um den Kidnapper zu stoppen und das kleine Mädchen zu befreien. Diese Szene bietet neben einer unglaublichen und besonders dichten Stimmung einen genaueren Blick auf die Mechanik von Detroit: Become Human. In dieser Szene können alle drei beteiligten Personen sterben, alle entkommen oder nur teilweise Personen überleben. Es wirkt fast so als häbe Quantic Dream aus den teils inkonsequenten Entscheidungen der Vergangenheit gelernt und jetzt schier unendliche Optionen für die Weiterführung der Haupt-Story zu integrieren. Vorausgesetzt dies ist nicht nur bei den uns gezeigten und gespielten Szenen der Fall.

Potenzial hat das Spiel jedenfalls wieder und dürfte ein Pflichtkauf für Fans der Quantic Dream-Spiele sein. Der Titel soll 2018 exklusiv für die PlayStation 4 erscheinen.

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