PlayNation Vorschau Echo of Soul

Echo of Soul - Preview zum Start der Closed Beta

Von Lisa Anders - Vorschau vom 06.05.2015 - 18:47 Uhr
Echo of Soul Screenshot

Am 4. Mai war es endlich so weit: Das MMORPG Echo of Soul startet in die Closed Beta. Wir hatten das Vergnügen, uns schon vorab bei Aeria Games einen Eindruck von dem in Korea sehr erfolgreichen MMORPG zu verschaffen.

Warum sollte man Echo of Soul spielen? Was unterscheidet dieses Spiel von den zig anderen MMOs, die sich derzeit um den Markt und die Spieler reißen? Diese Frage stellt sich vermutlich jeder, der auf der Suche nach einer neuen Onlineheimat ist. Würde ich Echo of Soul also in meiner Freizeit spielen? Würde ich. Denn das Spiel hat durchaus einiges von dem zu bieten, was man sonst viel zu selten findet.

Auffällig wird Echo of Soul dafür schon direkt in der Charaktererstellung, denn hier stolpert man nicht nur über den schicken Look der Klassen. Viel mehr wirft Fragen auf, dass sich überhaupt keine Heilerklasse zur Auswahl stellt. Schon hier grenzt sich Echo of Soul vom Spielprinzip der meisten Konkurrenzprodukte ab, denn statt den vorbestimmten Wegen des klassischen Heilers, Tanks oder Schadenverteilers zu folgen, lässt euch EoS selbst entscheiden, welche Rolle eine Klasse in der Gruppe einnehmen will. Dafür kommt jede der fünf Klassen mit zwei Spezialisierungen daher. Krieger zum Beispiel wählen zwischen dem Pfad des Berserkers oder Beschützers. Mit den Klassen und Spezialisierungen leisten die Entwickler bei Nvius ganz nebenbei ihren Beitrag dazu, die sonst so lästige Hauptproblematik bei der Suche nach Raidgruppen zu umgehen, indem sie dem überall vorherrschenden Tank- und Heilermangel den Garaus machen. Dass es keine festen Rollen gibt, reißt aber auch eine Lücke in den Dungeonfinder. Diese wird von den Spezialisierungen gefüllt, die als Kriterium für die Suche herhalten müssen.

Insgesamt eröffnen die unterschiedlichen Pfade der fünf Klassen eurer Gruppe eine interessante neue Art des Zusammenspiels und schaffen die Freiheit, sich später in den fordernden Dungeons den verschiedenen Situationen mit flexiblen Taktiken und Spielweisen anpassen zu können.

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Braucht man das denn wirklich in einem Dungeon? Andere Spiele lehren oftmals Gegenteiliges und im Fall der Fälle gibt es für Dungeons stets noch hilfreiche Guides, How-to-Videos und bis ins kleinste Detail erklärte Bossstrategien. Warum also flexibel sein? Neben den typischen Gruppeninstanzen erweitern sogenannte Unendlichkeitsdungeons das bestens bekannte Nebeneinander von Solo- und Mehrspielerinhalten. "Unberechenbarkeitsdungeons" wäre aber wohl eine noch zutreffendere Bezeichnung für dieses Konzept, denn das Online-Rollenspiel generiert immer neue Gewölbe. Mit jedem neuen Besuch stoßt ihr so auf andere Monster und lauft Gefahr, euch wegen der ungewohnten Anordnung der Räume zu verlaufen. Auf Wunsch paart Echo of Soul zudem den Überraschungseffekt mit ordentlichem Nervenkitzel. Wie viele Schweißperlen euch die virtuelle Welt auf die Stirn treiben soll, entscheidet ihr selbst, sobald ihr eine Wahl zwischen den sieben Schwierigkeitsstufen trefft. Sie beeinflussen neben der Härte der Monster auch die Spielumgebung, welche mit schädlichen Umwelteffekten lästig werden kann, und entscheiden über die zu erhaltenden Belohnungen. Spätestens dank der Unendlichkeitsdungeons ist der Wiederspielwert also auch im späteren Verlauf des Spiels garantiert.

Ganz anders sieht es allerdings mit dem Quest- und Levelsystem in dem Spiel aus, das sich nur wenig bis kaum von bereits Bekanntem unterscheidet. Die Questführung ist, simpel gesagt, idiotensicher. Neben auffälligen und durchnummerierten Questzielen auf der Minimap, sind die Quest-Texte zusätzlich noch mit einem richtungsweisenden Pfeil und einer Distanzangabe zum Ziel ausgestattet. Lediglich selbst hinlaufen müsst ihr noch. Insbesondere auf lange Sicht könnte das ermüdend und einschläfernd wirken, wenn man nicht gerade in das Kampfsystem verliebt ist.

Dieses nämlich präsentiert sich erfreulich abwechslungsreich, obwohl man aufgrund der Lock-on Skills zuerst etwas anderes erwarten könnte. Diese treffen zuverlässig und unabhängig von der Blickrichtung oder Stellung eures Charakters zum entsprechenden Gegner ihr Ziel, was vor allem Spielern, die bereits über etwas MMORPG-Erfahrung verfügen, eher ermüden als fordern dürfte. Doch auch hier vermag es Echo of Soul sich von der grauen Masse der movement-technisch eher einfacherern Spiele abzuheben. Grund dafür ist, wieder einmal, die nicht definierte Rollenzuweisung. Ist man es aus anderen Spielen gewöhnt, dass man vor allem als Tank, Krieger, oder ähnliches, lange in sämtlichen Schadensflächen verweilen kann, so geht genau das hier nicht auf. Denn, wie gesagt: es gibt keine Heiler. Und auch dem am dicksten gepanzerten Krieger geht irgendwann das Leben aus. Weiterhin verlangen es sowohl die vielfältigen Monstertypen als auch die schädlichen Umwelteffekte, mit denen ihr in so gut wie jedem Dungeon rechnen könnt, dass ihr euch bewegt. Und zwar viel und schnell. Dann nicht jedem Flächenschaden kann man mit einem Skill ausweichen und auch wenn ihr die Monster im Lock-on habt, rechnet nicht damit, einfach dort stehen bleiben zu können, wo ihr wollt!

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