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The Elder Scrolls Online - Top oder Flop? Unser Fazit zur Beta

Von Redaktion - Vorschau vom 18.03.2014 - 16:45 Uhr
The Elder Scrolls Online Screenshot

Nun ist die Beta endgültig vorbei und in ein paar Wochen steht die Veröffentlichung von The Elder Scrolls Online (ESO) an. Es wird also höchste Zeit die gesammelten Erfahrungen Review passieren zu lassen und ein Fazit zu ziehen. In dieser kleinen Vorabeinschätzung zeigen wir euch, wie sich ESO letztendlich schlägt, nachdem das Spiel nun einige Male in kleinen Beta-Events getestet werden konnte. Erwartet uns hier der nächste Brecher, oder eher die größte Enttäuschung des Jahres. So seied gespannt und leset dies.

Schön inszeniertes Tutorial ohne Wiederspielwert

In The Elder Scrolls Online beginnt der Spieler, wie schon in einigen Vorgängern auch, als Gefangener und muss sich erst seine Freiheit erkämpfen. Dabei dient diese Flucht als Tutorial, um den Spieler langsam an das Spiel heranzuführen und ihm schrittweise immer mehr Kontrolle über seinen Charakter zu geben. Der Spieler beginnt dieses Mal als gefangene Seele in Kalthafen, dem Reich des Daedra-Fürsten Molag Bal - dem großen Oberbösen im MMO - und muss versuchen einen Weg zur Flucht zu finden. Mithilfe eines mysteriösen alten Mannes, der sich selbst als „der Prophet“ vorstellt, gelingt es dem Helden aus seiner Zelle zu entkommen. Im Tutorial wählen wir unsere Waffen, werden ins Kampfsystem eingeführt, lernen einige Eckpunkte der Bewegung und bekämpfen erste Gegner. Ein schöner Einstieg, da wir uns gleich wie ein Held fühlen und uns nicht als Hilfsdepp für Dummenaufgaben betätigen müssen.

Der ganze Prolog ist durch stimmungsvolle Beleuchtung, einer bedrückenden Geräuschkulisse und den vertonten Gesprächen sehr gut inszeniert. Jedoch hat man sich an solchen Dingen schnell sattgesehen, sodass die anfängliche euphorische Stimmung schnell zu einem hastigen Durchklicken werden kann, besonders dann, wenn man den Prolog zum dritten oder vierten Mal spielen muss. Diese ganze Flucht besteht praktisch nur aus einem großen Schlauchlevel. Sprich: Beim ersten Mal noch „Hui“, danach „Pfui“. Das ist leider eine vorprogrammierte Krankheit dieses Konzepts. Zwar sehr eindrucksvoll, aber zum Wiederholen eher ungeeignet und Spaß raubend.

Eine Freiheit, die keine ist

Leider erwartet man ja von einem Elder Scrolls endlose Freiheit und das Wechseln der Gebiete nach Lust und Laune. Für ein MMO ein schon schwer umzusetzendes Konzept, das hier leider keinen Fuß fasst. Zwar können Stimmung Atmosphäre der Spielwelt begeistern und gerade durch die sehr an die Soloabenteuer erinnernde Steuerung und das Interface die erhoffte Stimmung aufkommen lassen. Die MMO-Ketten lassen aber den Traum von unendlicher Freiheit erst mal versieben. Immerhin kamen die Entwickler quasi in letzter Sekunde dem Wunsch der Spieler nach, ihren Einstieg nicht auf den total standardisierten Startinseln zu verbringen, wodurch die Stimmung hier etwas aufgelockert wird. Am Ende des Tutorials wird man also nicht mehr auf die Insel geschickt, sondern darf sich zur nächsten Allianz-Hauptstadt begeben. Auf Wunsch ist aber die Rückkehr zum ursprünglichen Startgebiet möglich.

Es klingt nun alles etwas sehr negativ, wenn wir es so schreiben. Natürlich ist ESO immer noch ein gutes MMORPG, keine Frage. Der Wunsch und die Grundfeste der Offline-Spiele stehen dem aktuellen Bild aber an einigen Ecken entgegen. Ecken, die mit typischen MMO-Elementen eben nicht gänzlich zu vereinbaren sind.

Das Kampfsystem, ein großes Schmankerl

Schluss der negativen Worte, denn nichtsdestotrotz weiß das Spiel durch seine Kämpfe stark zu motivieren, denn durch das direkte Kampfsystem werden die Schlachten viel aktionsreicher. Aktives Ausweichen, Angreifen und Blocken - diese Grundfertigkeiten machen aus jedem Kampf ein wahres Duell. Der Spielspaß ist hier gewiss, denn obwohl die KI-Gegner nicht immer besondere Finesse in ihren Kämpfen an den Tag legen, erlaubt das Kampfsystem dem Spieler jedoch einen bewegten Kampfstil, der einen durch die einfache Steuerung schnell von der Hand geht. Dabei passen die Entwickler auf, dass nicht alles in einem Urwald aus Fähigkeiten endet. Diese sind, zumindest angelegt, recht übersichtlich und erlauben damit verschiedene Setups.
Aufgewertet wird durch das Kämpfen an sich und durch das Sammeln sogenannter Skyshards. Drei Stück, die man überall in der Welt findet, ergeben einen Talentpunkt zur freien Verteilung. Exakt hier zeigt Elder Scrolls Online auch ein großes Stück Freiheit, wenn man trotz Klasse nicht an bestimmte Rüstung- oder Waffenarten gebunden ist. Trag, was du willst, und lebe damit, selbst wenn es natürlich nicht immer optimal ist.

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