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Games Convention Online - Special: GC 2007 Teil 2

Von Redaktion - Special vom 02.09.2007 - 18:26 Uhr
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Sarazar und Gronkh auf der GC 2007, Teil 2: Von Krieg, Fragen und Videos

RATTATATATA. RRRRRATATATATATATATATATA. Oh Shit! Die vertrauten Geräusche von Geschützfeuer und Krieg. Postapokalyptisches Knarrenfeuer. Ich wusste doch, die Brotherhood würde uns finden. Mit einem gekonnten Hechtsprung werfe ich mich, meinen athletischen und höchst muskulösen Oberkörper in einer (für Frauen) unglaublich erotischen Zeitlupe drehend, aus dem Stand und lande in jenem bereits jetzt durch diesen Moment historisch gesprochenen Schützengraben, welcher dieses blutige Schlachtfeld bestimmen sollte

"Sie haben Valentin erwischt, Sir, Gronkh, Sir!" weiß ein gesichtsloser Rekrut zu berichten. Er muss schreien, um Schüsse und Schlachtfeld zu übertönen. Ich drehe mich um. Valles Körper liegt wenige Meter entfernt von mir, regungslos. Diese verdammten Schweine. Wir haben einfach schon zu viele gute Männer verloren. BUUUUUUMM! Der nächste Angriff, eine Explosion in unmittelbarer Nähe. Der Adrenalinschock mobilisiert den Kreislauf, die Welt versinkt in einem roten Blutfilter. Amoklauf. Mit einem lautlosen Schrei springe ich aus dem Schützengraben, das große Buschmesser ramboistisch im Anschlag. Kurz im trüben Schein der Morgensonne aufblitzend saust die Klinge mit einem sauberen Schnitt durch die Luft, noch in meinen Händen sackt sie in sich zusammen, die leblose.. äh.. Gardine?

Ein peekig-dreckig-grüner Stofflumpen, welcher dem Zustand und Milbenaufkommen nach eine alte Second Hand-Jogginghose von Jesus hätte sein können, räkelt sich phlegmatisch in meinen Armen. Ein Stück Bewusstsein, welches sich wohl auf dem Weg nach Hause verlaufen hat, kriecht mir langsam in den vorderen Stirnlappen und schaut sich dort etwas ratlos um. Ein kurzer Blick durch das höchst luxuriöse 3qm Hotelzimmer hier am Ende der Welt löst das Rätsel: Herr Rahmel liegt noch immer regungslos in seinem Matratzen-Horchposten und zuckt gelegentlich mit einem Bein, so dass er mich ein bisschen an Flipp erinnert, diese Heuschrecke da aus Biene Maja.

Ich fühle mich ein bisschen elend. Sozusagen neben mir stehend. Als ob man den ganzen Tag vor dem Bildschirm gesessen hat und dann plötzlich aufsteht und das erste Mal nach langer Zeit wieder Tageslicht erblickt. So unwirklich. Aber ich muss ja lang genug gepennt haben, draußen ist schließlich schon massig Verkehr, Autos hupen, Straßenbahnen rumpeln und klingeln, LKWs schieben sich stinkend gegenseitig hin und her, auf der Baustelle genau gegenüber ist bereits Hochbetrieb.. BITTE WIE?? Ein Blick auf die mobile Quatsche zeigt tranige 8 Uhr an. Also fast noch Mitternacht. Wann waren wir gleich pennen? Um Fünf rum, weil wir in der Lobby noch bis tief in die Nacht am Planet gewerkelt und anschließend bei Olli Geißen noch das intellektuelle Gespräch gesucht haben. Auch die Nacht über war auf der Straße vor dem Fenster noch Betrieb, aber was jetzt da draußen von statten ging, das war tatsächlich Krieg. Und mittendrin dieser Presslufthammer, der einer vollautomatischen Railgun gleich bei jedem Stoß einen weiteren Nervenstrang durchtrennt.

Ein leises Rascheln hinter mir. Valentin hat sich umgedreht und schlummert in aller Seelenruhe weiter. Er lächelt im Schlaf. Ich glaube, er ist glücklich. Mein rechtes Auge zuckt.

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