PlayNation Artikel Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi

Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi - Die lang ersehnte Fortsetzung?

Von Yannick Arnon - Filmkritik vom 19.12.2017 - 15:40 Uhr
Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi Screenshot

Die zwei Jahre Wartezeit seit dem Kinostart von Das Erwachen der Macht scheinen wie im Flug vergangen, als der Lauftext auf der Leinwand erscheint und das ikonische Thema von John Williams erklingt. Mit Star Wars: Die letzten Jedi musste Regisseur und Co-Autor Rian Johnson unter den wachsamen und erwartungsvollen Augen von mindestens zwei Generationen die Sternen-Saga fortsetzen. Ist es ihm gelungen?

Murphys Gesetz in Aktion

Die letzten Jedi setzt unmittelbar dort an, wo Das Erwachen der Macht aufgehört hat. Nachdem der Widerstand im letzten Film die Starkiller Base zerstört hat, holt die First Order zum Vergeltungsschlag gegen die Basis im Illeenium-System aus. Zur gleichen Zeit hat Rey endlich Luke Skywalker in seinem selbst auferlegten Exil ausfindig gemacht, damit er dem Widerstand beisteht.

Aber Luke ist nicht mehr der schillernde Held, der einst dem Imperator die Stirn bot und dabei half, den Frieden in der Galaxie wiederherzustellen. Stattdessen ist er kampfesmüde und zynisch, von seinem damaligen Optimismus ist keine Spur zu finden. Man könnte meinen, dass er über die Jahre zunehmend die Züge von Mark Hamills anderer großer Rolle angenommen hätte.

Wurde noch ein beträchtlicher Teil der Laufzeit des Vorgängers für die Einführung der neuen Protagonisten verwendet, kann Episode VIII sich stattdessen auf die Entwicklung der Charaktere konzentrieren. Kylo Ren hat immer noch mit seinem inneren Konflikt zu kämpfen, der ihn zwischen seiner Loyalität gegenüber Snoke und seinem Erbe als Sohn von Han und Leia hin- und herreißt.

Finn und seine neue Gefährtin Rose bekommen einen Subplot mit einer besonders wichtigen Mission spendiert, während Poe Dameron dafür im zweiten Drittel zunehmend in den Hintergrund gerät. Angesichts der Menge an wichtigen Charakteren ist es keine leichte Aufgabe, jedem von ihnen genug Zeit im Rampenlicht zu geben. Aufopferung und Versagen sind die zwei wichtigsten Leitmotive, die das Handeln der Hauptfiguren prägen.

Die letzten Jedi kommt weniger formularisch als Episode VII daher und die Macher spielen bewusst mit den Erwartungen der Fans. Plottwists werden durch weitere Twists auf den Kopf gestellt und mehr als einmal wähnt man den Abspann bereits in greifbarer Nähe. Auch tonal gibt es Unterschiede, vor allem in den Dialogen. Charaktere geben Einzeiler und Witze von sich, die man nicht von ihnen erwartet hätte.

In einem Universum ohne Han Solo müssen eben die restlichen Figuren diese Lücke füllen. Besonders im Hinblick auf das bedauernswerte Hinscheiden von Carrie Fisher ist es eine Wohltat, dass die von ihr gespielte Rolle genauso wichtig wie eh und je behandelt wird. Den Skywalker-Zwillingen sind einige der prägendsten Momente des Films vergönnt, die sie auch verdient haben

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