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gamescom 2017 - Massenkarambolage: "Wreckfest" auf der Gamescom angezockt

Von Lucas Grunwitz - Vorschau vom 22.08.2017 - 13:30 Uhr
gamescom 2017 Screenshot

Es dürfte der Kindertraum eines jeden Jungen (und Mädchen?) sein: Pure Zerstörung mit Autos. Wreckfest fängt genau jenen Traum ein und lässt euch genau diese Zerstörungswut ausleben – wir haben die finnischen Entwickler getroffen, den Titel angezockt und verraten euch in unserer Vorschau, was der Titel so hergibt.

Viele unserer Leser dürften mit leuchtenden Augen an die Burnout-Reihe zurückdenken: Ein Racing-Titel dessen hauptsächlicher Existenzsinn darin bestand die Autos anderer Teilnehmer auf möglichst heftige Weise auseinanderzunehmen. Wreckfest befindet sich aktuell im Early Access von Steam und könnte zumindest jener Reihe als Ersatz dienen, denn vergleichbare Titel waren in den letzten Jahren wirklich rar.

Wir haben die Entwickler aus dem nicht ganz so fernen Finnland getroffen und gemeinsam mit Ihnen einen Blick in ihr Projekt geworfen. Zu Beginn präsentierten uns die finnischen Kollegen klassische Features, die man eigentlich in jedem Racing-Titel findet: Jeder Spieler kann nach und nach verschiedene Fahrzeuge freischalten und diese nach Belieben anpassen – sei es optisch oder technisch. Besonders bei den technischen Komponenten habe man darauf geachtet, dass ein gewisser Ausgleich herrscht. Simples Beispiel: Wer sich „Eisenstangen“ an die Seitentüren schraubt, kann zwar gewissen Schutz gegen andere Fahrer erwarten, wird zeitgleich aber auch das Gewicht seines Wagens erhöhen und somit die Geschwindigkeit und Lenkbarkeit reduzieren.

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Wer sich für ein Vehikel entschieden hat, kann sich dann in einen der vielen Spielmodi werfen, die aber allgemein jedem Spieler bekannt sein dürften: Neben „Zerstörungsmodi“ wie (Team-)Deathmatch, in denen Massenkarambolagen an der Tagesordnung stehen, können selbstverständlich klassische Rennen gefahren werden, die entweder auf normalen Wege oder im eher unkonventionellen Stil gewonnen werden können.

Wreckfest punktet insgesamt sehr stark mit seinem Fokusthema, nämlich der Zerstörung. Wer beispielsweise ein Deathmatch gefahren ist, kann sich das gesamte Spektakel im Nachgang noch einmal im View-Mode reinziehen – erst da offenbart sich, wie viel Arbeit die Entwickler in den Detailgrad der Autos gesteckt haben. Ungelogen sieht man tatsächlich sogar einzelne Schrauben und Autobatterien herumfliegen, wenn es zur Kollision kommt. Wer Kurse mit mehreren Runden fährt, muss die teils engen Strecken wirklich stark umfahren, weil überall Autoteile wie drohende Minenfelder herumliegen. Die ganze optische Aufbereitung macht Spaß und vermittelt wichtige Atmosphäre für den Spieler.

Langzeitmotivation: Ein Problem?

Womit die Entwickler etwas gehadert haben, ist das leidige Thema der Langzeitmotivation: Selbstverständlich kann man über die Zeit hinweg neue Autos, Tuningobjekte und Kurse freischalten – dennoch präsentiert sich Wreckfest viel mehr als Gelegenheitstitel, den man hin und wieder zocken kann und nicht als ein Projekt, welches man nächtelang durchzockt.

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Was auch während unseres Gesprächs noch nicht präsentierbar war, war der sogenannte Career-Mode. Dieser soll Spieler in Zukunft die Möglichkeit bieten diverse Ligen und Cups zu besuchen, die den Spieler in stets unterschiedlichen Szenarien fordern soll. Aktuell seien die Entwickler intensiv damit beschäftigt diesen Modus auszuarbeiten, da es das Herzstück der Veröffentlichung zum Ende dieses Jahres darstellen soll. Was im Gespräch jedoch herausklang, war, dass es sich dabei um einen klassischen Karrieremodus handelt, wie wir ihn auch aus anderen Sporttiteln kennen. „Besuche Ort X, absolviere Cup Y und reise dann weiter“ – an dieser Stelle liegt es in den Händen der Entwickler mit Innovation zu überzeugen.

Unser vorläufiges kleines Fazit: Wreckfest ist ein wirklich unterhaltsamer Titel, der insbesondere mit seiner Zerstörungswut zu überzeugen weiß. Was an dieser Stelle leider noch etwas negativ auffällt, ist dieser besondere Funken, der den Titel von anderen Racing-Projekten abhebt. Besonders mit dem Thema Langzeitmotivation könnte Wreckfest in Zukunft zu kämpfen haben – ob es bei unserer Prognose wirklich bleibt, erfahren wir spätestens zum Ende des Jahres, denn dann soll Wreckfest, wie bereits angedeutet, auf allen gängigen Plattformen erscheinen.

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