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Hearthstone - Kartenchaos: Wilde Bananenschlacht mit König Mukla

Von Lucas Grunwitz - Test vom 26.06.2015 - 22:16 Uhr
Hearthstone Screenshot

Kartenchaos geht in die zweite Runde. Letzte Woche haben wir uns bereits gebannt ins wilde Getümmel gestürzt und sind mit gemischtem Eindruck herausgekommen, gepaart mit der Hoffnung, dass uns in den kommenden Wochen ein motivierenderes Erlebnis geboten wird. Diese Woche lädt uns König Mukla zur wilden Bananenparty – ob uns die skurrile Geburtstagsparty mit zu viel Vitaminen überzeugen kann?

Während uns letzte Woche im Hearthstone-Kartenchaos noch ein epischer Kampf zwischen Nefarian und Ragnaros begrüßte, dürfen wir uns nun in den verrückten Bananenkampf von König Mukla stürzen. Buffende Bananen im Überfluss? Das schreit nach einer Massenschlachtung der eigenen Diener, um die eigene Hand mit einer Obstwelle zu füllen. Eines ist klar: Schwache Diener wachsen zu wahren Monstren heran.

Was uns dieses Szenario mit Freude zeigt: Es braucht nicht unbedingt völlig neue Karten, um ein kreatives Spielgefühl zu kreieren. Wer seinen Bemannten Schredder zu einem wahren Giganten heranzüchten möchte oder einen Drachen wie Ysera schon immer mal mit fünf Bananen füttern wollte, ist in dieser Wochenherausforderung wirklich gut bedient. Viele internationale Spieler beschweren sich zeitgleich über die fehlende Besonderheit und bemängeln den ähnlich ablaufenden Spielfluss im Vergleich zu den Ranglistenspielen, was zugegebenermaßen aufgrund der hohen Erwartungen der letzten Woche nicht unbegründet sei. Wir aber begrüßen auch solch kleine Veränderungen, denn allein aufgrund der Tatsache, dass man sich ein neues Deck zusammenstellen muss, lässt jeden guten Spieler darüber nachdenken eventuell Karten ins Deck zu packen, die man vielleicht schon vergessen hat. Blizzards Idee geht auf: Spieler werden erneut mit der ganzen Auswahl an Karten konfrontiert und haben die Möglichkeit ihr taktisches Geschick auf ganz neue Art und Weise auszuleben.

Kritikpunkte der letzten Woche bleiben hingegen größtenteils bestehen: Während sich Blizzard letzte Woche noch mit vielen mittelgroßen Kritikpunkten herumschlagen musste, stechen nun die wirklich großen Makel heraus. Einen unfairen Nefarian gibt es nicht mehr, nun mehr aber das Problem, dass die Langzeitmotivation umso mehr wegbricht. Was sollte mich als Spieler motivieren mehr als zwei, drei Kämpfe im Kartenchaos zu bestreiten? Bis auf die oben angesprochene Idee, die zu Beginn echt Spaß machen kann, nicht wirklich viel. Bananen hin oder her, ich habe als Spieler tatsächlich kaum Lust mehr als zwei Matches mit faulem oder großem Affenfutter zu verbringen. Mehr Belohnungen? Auch hier Fehlanzeige. Erster Sieg in der Tasche und zack da geht die Motivation vieler Spieler flöten. Es ist wahrlich schade, weil noch immer immens viel Potenzial in diesem Spielmodus steckt und wenngleich Blizzard beteuert, dass das erst der Anfang sei, ist das für den momentanen Zeitpunkt einfach noch zu wenig. Noch immer wüschen wir uns einfach ein stärker überdachtes Belohnungssystem. Ein paar Belohnungen hier und da mehr und ein Großteil des Problems würde wie im  Rauch verpuffen, wobei wir in naher Zukunft ehrlich gesagt mit keiner Änderung in dieser Richtung rechnen. Eines sei aber immer noch hervorgehoben: Blizzard bietet völlig kostenlos einen brandneuen Spielmodus an, welchen man über einen längeren Zeitraum mit interessanten Inhalten füllen möchte – da darf man als Spieler froh sein, dass uns da nicht in die Geldbörse gepackt wird, von daher kann man da ganz froh sein.

Unser schnelles Fazit: Eine Rauferei? Wir sind dabei! Die zweite Runde des Kartenchaos zeigt uns, dass es nicht unbedingt spektakuläre neue Karten braucht, um ein interessantes Szenario aus dem Boden zu stampfen. Wir loben die Implementierung interessante Ideen dieser Richtung und freuen uns wahrlich auf die kommenden Wochen. Auf der anderen Seite leidet die Langzeitmotivation umso stärker. Mehr als drei Kämpfe machen mit wenigen Besonderheiten einfach wenig Sinn. Wir hoffen, dass sich die Jungs von Blizzard nochmal hinters Brett klemmen und da noch ein bisschen an der Umsetzung schreiben.

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