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Games - Die schlechtesten Onlinespiele 2014

Von Redaktion - Special vom 28.12.2014 - 17:36 Uhr
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ArcheAge – Der Erfolgsgarant, der in jedes Fettnäpfchen stolperte

ArcheAge ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr die Technik eines Spieles darüber entscheidet, ob ein Titel erfolgreich ist oder gnadenlos im Sumpf der mittelmäßigen MMORPGs untergeht. Vom Prinzip her ist ArcheAge nämlich eine der besten Sandboxen, die man momentan in einem fertigen Zustand spielen darf. Das flüssige Kampfsystem mit sehr unterschiedlichen Klassenkombinationen, schöne Landschaften, zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten abseits der vorgegebenen Spielmechanik - all das würde eigentlich dafür sprechen, dass ArcheAge in unserer Top-Kategorie einen Platz findet und sowohl Redakteure als auch Spieler glücklich mit dem Produkt sind. Eigentlich.

Das Sandbox-MMORPG macht sich das Leben durch technische Defizite selbst unnötig schwer und ist bei vielen anfänglich begeisterten Spielern bereits unten durch. Nachdem man die ewig andauernden Warteschlangen zum Release noch als unschöne Kinderkrankheit abgestempelt hat und daran immerhin sehen konnte, dass das Spiel auf Interesse seitens der Community stößt, wurden die Probleme allerdings nicht weniger. Das Gegenteil war der Fall: Manigfaltige Exploits tauchten auf, Spieler nutzten Fehler aus und ließen so die Ingame-Wirtschaft Achterbahn fahren, Housing-Gebiete konnten dank Drittprogramme innerhalb von Sekunden komplett beschlagnahmt werden und in jeder größeren Stadt traf man an allen Ecken auf Bots. Ein Hacker schaffte es sogar, die Server des MMOs nach Belieben hoch- und runterzufahren.

Statt das offen mit der Community zu kommunizieren, war das Team hinter ArcheAge nur darauf bedacht, mit schwammigen Aussagen alles schön zu reden. Entschuldigungen und konstruktive Verbesserungsvorschläge, die klarstellen würden, dass die Macher die Lage im Griff haben, suchte man oft vergebens. Dafür stellt sich der Betreiber selbst immer wieder ein Bein, wenn eben doch offensichtlich wird, dass man das Schiff nicht unter Kontrolle hat. Es kommt nämlich schon komisch rüber, wenn man betont, dass es gar keine Exploits für die Shop-Währung gäbe und diesen dann kurzerhand ohne Angabe von Gründen offline nehmen muss. Eine Schande für das Spiel, eine Schande für die Betreiber. Vor allem Trion Worlds muss sich in nächster Zeit mächtig ins Zeug legen, damit ArcheAge wieder einen besseren Ruf bekommt und so dann letztendlich die zufriedene Anzahl Spieler erhält, die der Titel dank seines Potenzials schlicht und ergreifend verdient. Denn eigentlich ist ArcheAge ein Top-MMO und Erfolgsgarant.

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