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Dota 2 - Die stärkere MOBA zu Weihnachten

Von Thomas Wallus - Special vom 23.12.2013 - 11:59 Uhr
Dota 2 Screenshot

Es ist der ewige Kampf zwischen scheinbarem Gut und scheinbarem Böse. Das Aufeinandertreffen von David und Goliath. Ein Kräftemessen der Kräftigsten: League of Legends versus Dota 2. Zumindest in vielen Kommentaren merkt man den Online-Arenen von Riot Games und Valve auch zum Jahresausklang 2013 noch immer an, dass bei einigen Fans weiterhin Handlungsbedarf bei der Akzeptanz der anderen Partei herrscht. Das Kapitel, ob Spiel A oder Spiel B denn nun endgültig besser ist, will dennoch auch von uns nicht mit einer endgültigen Antwort abgeschlossen werden. Doch zeigt sich gerade an Weihnachten, dass Dota 2 aufgrund des permanenten Einsatzes von Valve einmal klar die Nase vor League of Legends hat. Ohne Erklärung kommt aber auch diese Behauptung nicht aus.

Es ist nicht immer leicht, ein Redakteur zu sein, der Hits wie Assassin’s Creed, Battlefield oder Call of Duty gerne auslässt, um lieber einige Runden in Online-Rollenspielen zu drehen. Ständig erreichen einen von allen Seiten Meldungen, die einem sensationelle Spielerlebnisse und einzigartige Augenblicke versprechen. Trifft einen das Unglück im großen Maße, dann philosophieren selbst die eigenen Kontakte stundenlang über potenzielle Blockbuster. Aus vorweihnachtlichem Frohmut lässt man einiges über sich ergehen und stimmt durchaus einmal zu, seinen Freunden in die eine oder andere virtuelle Welt zu folgen. Nun handelte es sich in meinem Fall ausgerechnet aber um Dota 2, also um ein Spiel, dem ich ebenso wie League of Legends schon seit Monaten abgeschworen habe, weil der Unterhaltungswert dieser sogenannten MOBAs zwar die Wand hinter meinem Rücken begeistert, mich aber bloß kalt lässt und zu meiner Linken vorbeizieht – dachte ich.

Meine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte für das Jahr 2013 begann dabei mit einem gehörigen Stück Arbeit, denn die Newsmeldung für das Wraith-Night-Event in Dota 2 wartete auf ihre Vollendung. Die Fülle an neuen Features hat mich als Verkaufsargument für ein Free-2-Play-Spiel überzeugt und dem Titel einen Teil meiner heiligen Festplatte eingebracht. Wenig später entwickelte die Geschichte ihre eigene begeisternde Dynamik.

5 vs. 1.000 statt Standard-Arena

Während des besagten Wraith-Night-Events trumpft Dota 2 mit einem zusätzlichen Spielmodus auf, der all dem 5-vs-5-Geplänke auf symmetrischen Karten abschwört und sich allein dadurch meines Dankes sicher ist. Zwar verfehlt Valve damit den Gedanken einer klassischen Online-Arena, doch dieser findet sich in einem kooperativen Spielmodus wieder, den man wohl eher von alten Karten aus Warcraft 3 kennt. Hier bilden fünf Spieler keine einfache Gruppe, sondern ein Team, das sich zu helfen wissen muss, denn von fünf Seiten strömen in 15 Runden Monsterwellen in das Zentrum der Basis. Trotz einer begrenzten Auswahl an Helden unterliegt man hier dem Charme der Wraith Night, denn alle Charaktere setzen auf die Überzeugungskraft, die dem Hack and Slay ähnelt. Mit dem richtigen Tastendruck wird ein Feld von gerne mehr als zehn Feinden zu weihnachtlichem Puderzucker. Auf die liegen gebliebenen Goldsäcke müssen Kämpfer ein Auge haben, um sich nicht selbst ein Bein zu stellen. Eine wirklich genügsame Alternative zu den harten Kämpfen in den eigentlichen Dota-2-Matches. Selbst zur Wraith Night hat Valve den Frustfaktor aber nicht aus den Codezeilen seines Onlinespiels verbannt. Die Wahrscheinlichkeit, Scharen von Monster auf den zu verteidigenden Altar zuströmen zu sehen, ist nämlich bei Weitem nicht gleich Null.

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