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Defiance - Überzeugt auch im TV?

Von Christian Liebert - Kolumne vom 18.04.2013 - 17:56 Uhr
Defiance Screenshot Zur Bilder-Gallerie

Verfilmungen zu Videospielen sind immer so eine Sache für sich. Schnell denkt man dabei an glorreiche Flops wie Super Mario Bros. oder FarCry. Beziehungsweise alle Filme von Uwe Boll, die ja in den meisten Fällen irgendwas mit Gaming am Hut haben. Irgendwo ist da immer die Angst, dass ein paar Hollywood-Möchtegerne mit namhaften Spieletiteln irgendwelche, in rauschigen Marihuana-Nächten entstandene, Filme umsetzen und besser bewerben wollen. Bei Defiance war die Rechnung etwas anders. Seit Anfang an hatten die Jungs bei Trion Worlds die Idee, zu ihrem Onlinegame Defiance eine gleichnamige TV-Serie ins Rennen zu schicken. Kann das gut gehen? Eine ganze Serie über ein Spiel, dessen Erfolg selbst noch in den Sternen steht? Immerhin hat diese medienübergreifende Kooperation einen interessanten Werbeeffekt für beide Seiten. Wer die Serie für sich entdeckt, gibt vielleicht auch dem Spiel eine Chance. Genauso umgekehrt. Am 16. April lief der Pilotfilm in Deutschland auf dem Privatsender SyFy an und wir saßen für euch vor der Mattscheibe.

Was ist denn nun Defiance?

Defiance, was heißt eigentlich Defiance? Nach einem schnellen Blick ins Wörterbuch konnte diese Frage direkt geklärt werden: Trotz. Zugegeben, die Antwort an sich ist etwas ernüchternd und lässt die Frage weiterhin im Raum stehen. So geht es einem zumindest, wenn man vorbehaltlos in das Onlinespiel von Trion Worlds eintaucht, welches seit dem 02. April für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 verfügbar ist. In der gleichnamigen Serie erhalten wir dafür schon nach einigen Minuten eine plausible Antwort: Defiance ist eine Stadt und hieß ehemals St. Louis. Wie auch das MMO spielt die TV-Serie in einer Zukunft, in der Aliens und Menschen mehr oder weniger gut zusammenleben. Dies war allerdings erst möglich, nachdem, während einer großen weltvernichtenden Schlacht, ein Friedenspakt geschlossen wurde. Eben jener, der aus der Schlacht um Defiance hervorkam. Die Stadt ist nun eine Heimat für alle möglichen Rassen und sieht sich vor allem als frei von allen politischen Gruppierungen an. Soweit die Vorgeschichte.

Die Hauptcharaktere der Serie auf einem Blick.

Eine typische Serie

Die Serie, zumindest die bisher gezeigte Pilotfolge, dreht sich um Joshua Nolan und Irisa Nyira. Beide sind den Spielern des Onlinegames nicht unbekannt und Archenjäger (eine Art Schatzjäger) sowie Überlebende der Defiance-Schlacht. Auf der Suche nach verkäuflichem Material laufen sie einer Gruppe Banditen in die Arme und müssen flüchten. Diese Flucht führt sie direkt zurück nach Defiance. Die Stadt steht nicht gerade in ihrer Blüte, auch wenn der erste Blick anderes vermuten lässt - und diverse Machtkämpfe trüben das ehemals schöne Bild der Freiheit. Hier haben wir auch schon den zentralen Unterschied zum Onlinespiel. Während wir im MMO als Archenjäger einer interessanten Handlung an verschiedenen Orten folgen, dreht sich die Serie um einen zentralen Schauplatz und einen eben so fixen Kreis an Hauptpersonen. Wer also auf eine Art „Aus dem Leben eines Archenjägers“ gehofft hat, wird leider enttäuscht. Schon in der Pilotfolge spiegelt Defiance eine klassische Fernsehserie wieder. Während Joshua und Irisa Defiance auf der Suche nach etwas Geld erkunden, dabei Bewohner kennenlernen, werden dem Zuschauer erste Intrigen präsentiert und ungeahnte Verbindungen offengelegt. Schnell wird vor allem Joshua zu einer zentralen Handlungsfigur und kristallisiert sich als der Held heraus. Weitere wichtige Figuren sind die Bürgermeisterin Amanda Rosewater, Bordell-Besitzerin Kenya, Mineninhaber Rafe McCawley sowie der finstere Geschäftsmann Datak Tarr und seine Frau Stahma.

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