PlayNation Artikel Ragnarok Online 2

Ragnarok Online 2 - Ein Blick in die Closed Beta

Von Christian Liebert - Vorschau vom 15.12.2012 - 16:19 Uhr
Ragnarok Online 2 Screenshot Zur Bilder-Gallerie

Viele Jahre ist es nun schon her, da hat der koreanische Entwickler Gravity mit Ragnarok Online 2: The Gate of the World den Nachfolger zu seinem erfolgreichen MMORPG Ragnarok Online angekündigt. Fünf Jahre hat es gedauert, bis die finale Version in Korea auf den Markt gekommen ist. Eigentlich hätte niemand mehr mit dem Spiel gerechnet, aber der internationale Publisher Asiasoft lies vor ein paar Tagen die Bombe platzen und kündigte eine englischsprachige Fassung des beliebten Onlinespiels an. Obwohl viele Spieler sich schon zwischenzeitlich mit Privatservern und Hack-Übersetzungen begnügt hatten, lockt der Ruf einer voll ausgereiften Version doch sehr und zog binnen weniger Tage tausende Gamer in seinen Bann. Auch wir haben uns auf die Testserver von PlayPark.net gewagt und uns angeschaut, wie sich der Oldie im Jahre 2012 so macht. Wie uns Ragnarok Online 2 gefiel und was euch erwartet, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Eine Reise in die Vergangenheit

Wenn man mit Ragnarok Online 2 anfängt, muss man sich einer Tatsache bewusst sein: Das Spiel ist heute schon alt. 2006 offiziell angekündigt und 2007 in die erste Beta geschickt, hat sich die Technik des Onlinegames bis heute nur in wenigen Punkten verändert. Das eigentliche Problem dabei ist nur: Was vor sechs Jahren noch supertoll war, ist heute schon reif für den Schrottplatz. Es gehört also schon ein bisschen Liebe zum Genre und Vorgänger dazu, um Ragnarok Online 2 neben AAA-Grafik, cineastischer Story und Vollvertonung zu akzeptieren. Das geht quasi vorne los und hört hinten wieder auf. Überall merkt man dem Spiel sein Alter an. In der Charaktererstellung zum Beispiel wählen wir ganz simpel unser Gesicht aus, entscheiden uns für Frisur und Haarfarbe, suchen noch die passende Stimme und Augen aus: fertig. Mehr gibt es hier nicht einzustellen. Da kommen einem schon etwas die Schweißperlen auf die Stirn, wenn man sich an die detaillierten Möglichkeiten eines AION oder Guild Wars 2 erinnert. Selbst Großvater World of Warcraft schafft es heute, hier und da ein paar mehr Optionen einzubauen.

Die Charaktere sehen zwar hübsch aus, leider fehlen die Möglichkeiten sie umfangreich anzupassen.

Wir lassen uns aber nicht unterkriegen, wählen einen von vier Berufen und legen uns noch auf eine von fünf stereotypen Klassen fest. Für unsere Reise haben wir uns für einen Magier, mit Berufung Alchemist (Doktor), entschieden. Den Namen natürlich nicht vergessen und schon kann es losgehen. Eine kurze Einleitungssequenz zeigt uns, was in der Vergangenheit so alles passiert ist. Ragnarok Online 2 schließt quasi an die Story des Erstlings an und beginnt nach der Vernichtung von Freya durch den Helden Chaos. Wir starten in einem grünen Waldgebiet und dürfen uns erst mal ganz klassisch mit Kleinvieh herumärgern. Porings (kleine runde Tiere ohne Arme und Beine), Hasen, Hornissen und Riesenameisen. Dabei werden wir unablässig von einem Questgeber zum nächsten gejagt und dürfen freudestrahlend langweilige Aufträge abarbeiten, die uns immerhin die Grundelemente des Spiels vermitteln. Für getötete Monster und erfüllte Quests gibt es wie gewohnt Erfahrung, mit der wir im Level aufsteigen und immer stärker werden. Dabei sind die Aufgaben so wenig abwechslungsreich, wie wir es von den meisten asiatischen MMOs gewohnt sind. Töte hier ein paar Gegner, bringe diesen Gegenstand zu irgendwem und melde dich bei Person X. Schon nach den ersten Missionen hört man auf, die Questtexte richtig zu lesen und schaut nur noch auf die Zusammenfassung rechts am Bildschirmrand, die freundlicherweise direkt und kompakt angezeigt wird. Das Abenteuer unseres Lebens kann also beginnen.

 

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