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Guild Wars 2 - Teil 2: Wenn Welten aufeinander prallen

Von Niklas Nosber - Special vom 03.07.2012 - 20:00 Uhr
Guild Wars 2 Screenshot

Im zweiten Teil unserer Guild Wars 2 Reihe wollen wir euch die andere Seite des PvP-Konzeptes des kommenden MMORPGs von ArenaNet vorstellen. Dafür haben wir uns ausgiebig mit dem Verteidigen von Bollwerken, dem Errichten von Belagerungswaffen, der Beschaffung von Vorräten und dem Schmieden von Angriffsplänen beschäftigt. Unser Wissen durften wir dann auf vier großen Karten in einer offenen Welt anwenden, auf der hunderte Spieler gleichzeitig aufeinanderprallen und so manches Massengefecht auf sie wartet. Wir hoffen euch mit unserer Einführung optimal auf die ersten Schlachten im „Welt gegen Welt“-Modus vorbereiten zu können und wer weiß, vielleicht weht ja schon bald euer Banner über einer eroberten Burg oder ihr haltet eines der mächtigen Artefakte in den Händen, die eurem Server besondere Boni verleihen. Doch Vorsicht, zwei Wochen danach habt ihr es mit neuen Gegnern zu tun, die dank des intelligenten Matchmakings in etwa eure Stärke besitzen werden. So wird das Welten-PvP auch auf längere Sicht nicht langweilig. Außerdem greift das bekannte Motto „drei Fraktionen, dreifach Spaß“ hervorragend und bietet mehr Spielspaß als das bekannte „Zwei-Seiten-PvP“.

Dabeisein ist Alles

Für den Kampf zwischen den Welten existieren nahezu keine Grenzen, egal ob Level 2 oder Level 80, jeder kann teilnehmen und die Orientierung in Massengefechten verlieren. Habt ihr also gerade erst das Tutorial durchgespielt, dürft ihr trotzdem sofort in eine der großen Schlachten einsteigen. Im Gegensatz zum klassischen PvP müsst ihr jedoch mit euren Talenten und eurer Ausrüstung aus der PvE-Welt antreten, wodurch Unterschiede zwischen einzelnen Spielern sehr schnell deutlich werden. Bei den drei aufeinandertreffenden Welten handelt es sich im Übrigen immer um drei Server, die einander auf den Schlachtfeldern gegenüberstehen. Die Rivalen aus den anderen „Welten“ müssen nur noch besiegt werden. Also Schwerter gezückt, Bogen gespannt und auf ins Getümmel. Wenn 500 Spieler aufeinanderprallen heißt es dann tief durchatmen und die Übersicht wahren. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn auf insgesamt vier Karten können sich, bei 500 Spielern pro Karte, bis zu 2.000 tapfere Recken gleichzeitig die (virtuellen) Köpfe einschlagen. Diese Zahl ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht final, eine Regulierung nach oben ist durchaus geplant und erwünscht.

Des Weiteren gibt es verschiedene Ziele für alle Arten von Gruppengrößen, ganz egal also ob ihr nur zu zweit oder mit der ganzen Gilde unterwegs seid. Für die nötige Abwechslung sorgen außerdem verschiedene Herausforderungen zur Erlangung von Skillpunkten, einzelne Events oder Parkourabschnitte à la Super Mario. Als besonderes Schmankerl erlangt euer Charakter auch im WvW Erfahrung, Ausrüstung und Geld, wodurch ihr, rein theoretisch, nicht eine Minute in der PvE-Welt verbringen müsstet. Dass dies euch natürlich einen fantastischen Teil des Spieles missen lassen würde, müssen wir an dieser Stelle wohl nur ganz kurz erwähnen. Positiv fällt weiter auf, dass auch das Welten-PvP flexibel betreten und verlassen werden kann, ganz nach den Vorlieben der Spieler. Hat man nur mal zehn Minuten Zeit, muss man nicht automatisch auf eine gepflegte Belagerung verzichten.

Die Karte ist gigantisch groß

Festung erobert!

Auf den vier sehr großen Karten des WvW existieren jeweils vier verschiedene Arten von Objekten, die von einem Server kontrolliert werden können. Jedes eroberte Objekt bringt eurer Welt Punkte und wer nach Ablauf der zwei Wochen die meisten Punkte erreicht, wird zum Sieger gekührt. Um eurer Welt zu helfen, müsst ihr Türme, Versorgungslager und Burgen einnehmen. Alle fünf Minuten gibt es dann, je nach Anzahl eroberter Ziele, Punkte auf das Konto eures Servers. Für jedes Lager erhaltet ihr fünf, pro Turm zehn und für jede Burg sogar 25 Punkte. Die absolute Krönung ist jedoch die Stonemist-Feste im Zentrum der ewigen Schlachtfelder, für die es ganze 50 Schleifchen gibt und die euch dem Sieg ein ganzes Stück näher bringt. Zu Beginn eines zweiwöchigen Gefechts sind alle Orte noch neutral und müssen zuerst einmal eingenommen werden. Kurz danach erscheinen dann auch die ersten NPCs, die euer frisch erobertes Objekt mit aller Macht verteidigen und, noch wichtiger, sie verschaffen euch in erster Linie etwas Zeit um eure Defensive neu zu sortieren. Hinzu kommen auch computergesteuerte Söldner, die ihr gegen ein kleines Entgelt anheuern könnt.

Sowohl für Angreifer als auch Verteidiger spielt aber der Lord eures Stützpunktes die größte Rolle, denn sollte euer Herrscher ins Gras beißen, ist eure Burg fast schon verloren. Genauer gesagt: Dort, wo sich euer Lord befindet, existiert auch eine Fläche, die wie die Eroberungspunkte im Gruppen-PvP eingenommen werden kann. Fällt euer Lord also ist es nur noch eine Frage der (sehr kurzen) Zeit, bis die Feste verloren ist. Damit er möglichst lange überlebt, lassen sich die Festungen für ein paar Ressourcen aufrüsten. Ein Kessel mit heißem Öl über dem Tor schlägt beispielsweise schnell mal eine ganze Armada in die Flucht. Außerdem können beschädigte Türme und Mauern repariert werden, wodurch sich ihre Lebensdauer drastisch erhöht. Doch Vorsicht, bei langen Belagerungen erreichen die Versorgungskarawanen euren Stützpunkt nicht und die benötigten Versorgungsgüter bleiben aus. Ein besonders nettes Gimmick ist für Gildenspieler natürlich auch dabei. Erobert ihr eine Festung in der Gruppe, dürft ihr euch diese unter den Nagel reißen und eure Banner wehen fortan an den Fahnen und bringen euch den ersehnten Ruhm.

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