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Wii U - Kommentar: Heiße Luft bei Nintendo?

Von Tobias Fulk - Blog-Beitrag vom 07.06.2012 - 11:16 Uhr
Wii U Screenshot

Nach der Enthüllung im Jahr 2011 war es auf der E3 2012 in diesem Jahr endlich soweit: Branchenriese Nintendo hat seine Vision der neuen Konsolen-Generation präsentiert. Diese trägt den Namen „Wii U“ und soll Spieler nicht nur mit bekannten Nintendo-Gesichtern wie Mario, Luigi oder den süßen Pikmins fesseln, sondern mit Core-Games auch eine ganz neue Zielgruppe ansprechen. Doch ist die Wii U wirklich so revolutionär wie Nintendo sie verkauft? Oder alles nur heiße Luft? Hier nun eine kritische Review der Nintendo Präsentation auf der E3.

Warum Wii U?

Nintendo sollte das Spotlight der E3 2012 gehören. Sie eröffneten die US-Messe bereits am Sonntagabend mit einer sogenannten „Pre E3 Conference“, auf der Nintendo-Präsident Saturo Iwata die Vorteile und Neuheiten der Wii U präsentierte. Es fing super an. Es gab den Controller der Wii U zu sehen, der als Dreh- & Angelpunkt der Heimkonsole gilt. Das sogenannte „Wii U GamePad“ hat alles, was eine Konsole heutzutage benötigt. Motion-Sensoren, eine Kamera, einen Home-Button, einen Touchscreen, ein Mikro, viele Tasten und ein gutes Handling. Doch schnell kam die Frage auf: Braucht die Branche eine Konsole, die mit einem PlayStation Vita-ähnlichen Tablet-Controller bedient wird? Natürlich bietet dieser Tablet-Controller die Möglichkeit auch während dem Fernsehen das Spielgeschehen abzuspielen. Doch wieso sollte ein Core-Gamer, der mit der Wii U zur neuen Nintendo-Zielgruppe gehört, seinen HDTV abschalten und auf einem 6.2 Zoll großen Bildschirm weiterspielen?

Das überarbeitete Design des

Viel sinnvoller erschien uns da aus Sicht eines Core-Spielers schon die Präsentation des Pro GamePads. Dieser Controller, der Ähnlichkeiten mit einem Xbox 360-Pad aufweist, dürfte Core-Gamern den Einstieg in die Welt der Wii U erleichtern. Doch welchen Vorteil bietet das Wii U GamePad, das die Technik der heutigen Tablet-Technologie inne hat? Auf der E3 2012 Pressekonferenz am Dienstagabend (deutscher Zeit) präsentierte Nintendo Amerika Boss Reggi Fils Aime der Öffentlichkeit dann endlich, was die neue Heimkonsole des japanischen Branchenriesen so besonders macht. Es ist die Verbindung zwischen den Spielern über das neue Miiverse. Die virtuellen Avatare von Nintendo, die übrigens schon bei Nintendo Wii und Nintendo 3DS zum Einsatz kamen, bekommen eine ganz eigene Welt spendiert.

Gleich auf dem Startbildschirm können Freunde oder andere Miis der Wii U-Konsole eingesehen, kontaktiert oder zu Spielsessions eingeladen werden. Ein großer Vorteil der Wii U, womit die teils unübersichtliche Benutzeroberfläche der Nintendo Wii verschwindet. Doch wo bleibt die „Revolution“? Ist es etwa die Möglichkeit, per Chat-Funktion andere Wii U-Besitzer zu kontaktieren, um nach Spiel-Fortschritten zu fragen? Wäre da der Griff zur Google-Startseite nicht um einiges einfacher und schneller? Versteht uns bitte nicht falsch: Jede Heimkonsole benötigt heutzutage eine Social-Network-Oberfläche, auf der sich Spieler verständigen können. Aber ist es korrekt, Miiverse, einen Tablet-Controller und Core-Gamer-Marken als „Revolution“ zu verkaufen?

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