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Aion - Über den Wolken muss die Freiheit doch grenzenlos sein?

Von Thomas Wallus - Special vom 08.03.2012 - 12:00 Uhr
Aion Screenshot Zur Bilder-Gallerie

Wenn es um das Vermitteln des Gefühls der Freiheit in Online-Rollenspielen geht, spielte NCsofts MMORPG-Schöpfung Aion seit ihrer Veröffentlichung im Jahre 2009 immer eine nicht zu verachtende Rolle und so half sie abenteuersuchenden Fantasy-Fans in teils blühenden Landschaften dank der Möglichkeit zu fliegen immer wieder zu Momenten der Euphorie. Eben diese lief aber seit Dezember 2011 Gefahr zu verschwinden, denn seitdem steht fest, dass NCsoft als Publisher ebenso wie das Gebührenmodell weicht, um Raum für Gameforge und die kostenlose Spielversion zu schaffen. Letzteres Unternehmen hat am 28. Februar 2012 auch seinen angestrebten Platz wie vorgesehen eingenommen. Wie sehr das Ganze am Spielgefühl nagt und ob neu dazustoßende Fans kostenlosen Gamings das gleiche Pensum an Freiheit erwarten können, untersuchen wir in diesem Artikel im Vergleich zur NCsoft-Vergangenheit.

Wo stecken doch gleich die Veränderungen?

Wer schon mindestens ein Mal einen Fuß in die virtuelle Welt Atreia gesetzt hat, sieht sich seit wenigen Tagen beim Wiedereinstieg mit einem neuen Alter Ego mit genau dieser Frage konfrontiert. Vom Spielfluss und den Inhalten her hat sich bei der Erschaffung der eigenen Spielfigur nämlich nichts wirklich Spürbares verändert. Der Charaktereditor selbst fällt so umwerfend umfangreich aus wie eh und je und wie in den Jahren zuvor schlägt man sich noch immer als vom Gedächtnisverlust geplagter Söldner durch das Startgebiet. Dabei räumt man sämtlichen Widerstand in Form harmloser Fantasiewesen oder feindlich gesinnter Kobolde ohne jegliche Einschränkung aus dem Weg, pflückt eine Blume nach der anderen oder hilft Bauern und Faulenzern bei ihren Alltagsproblemen.

Kurzum: Poeta, das Stargebiet der Elyos, das wir in diesem Fall besucht haben, hat an Harmonie, Atmosphäre oder Möglichkeiten keinen Funken von seinem ursprünglichen Glanz verloren. Wer in diesen Tagen als Neuling in Aion unterwegs ist, bekommt hier das selbe Spielgefühl wie jeglicher Abenteurer vor ihm. In Anbetracht der im späteren Spielverlauf durchaus folgenden Einschränkungen lässt sich mit anderen Worten sagen, dass Gameforge hier mit einem beispiellosen Start Neugierde weckt und somit viele Spieler an das virtuelle Universum bindet.

Der schleichende Prozess

Lässt man nach seinem Aufstieg zum mit Flügeln ausgestatteten Daeva das Startgebiet hinter sich und erledigt die ersten Aufträge in der pompösen Hauptstadt der eigenen Fraktion, hat man es immerhin über die Grenzen der zehnten Stufe hinaus geschafft. Nun verschlägt es einen, abhängig von der gewählten Fraktion, entweder nach Altgard oder Verteron. Parallel zu diesem Schritt endet auch die anfängliche Schonfrist der Free2Play-Version und nach und nach geben sich erste Einschränkungen im Vergleich zur kostenpflichtigen Spielvariante zu erkennen, wobei sämtliche Quests im gesamten Spielverlauf auch von Nutzern des Free-to-Play-Angebots absolviert werden können.

An sich stellt dies ein großes Geschenk seitens der Macher dar, denn auf Teile der Geschichte muss man nicht verzichten. Möchte man hingegen mehr als nur das Verprügeln von Monstern erleben, trifft es einen in einem schleichenden Prozess mitten ins Spielerherz. Geht man beispielsweise über die Grenzen des absoluten Gelegenheitsspielers hinaus und sammelt täglich parallel zum Folgen des leichtroten Fadens der Story gerne Materialien zum Handwerken, so heißt es nach 150 abgebauten beziehungsweise gesammelten Objekten vorerst Endstation. Gameforge belegt Spieler, die nicht das Goldpaket erwerben, nämlich mit einer Sperre, die es nicht erlaubt, mehr als besagte 150 Materialien täglich abzubauen.

„Geht in Ordnung…“ denkt man sich in diesen Momenten wohlmöglich, wenn man das erste Mal dabei ist. Hat man es hingegen nicht mit seinem ersten Charakter zu tun, beschleicht einen eine leise Vorahnung, worin genau diese Einschränkung endet. Legt man an dieser Stelle seine Sammelleidenschaft bis zum nächsten Tag nämlich besonnen zur Seite und beschränkt sich auf die Sorgen und Nöte der NPCs, so mag dies ein oder zwei Tage gut gehen. Am dritten Tag spätestens hat es sich dann aber vorerst ausgesammelt. Mit seinem Charakter ist man dann wohlmöglich so weit vorgedrungen, dass Pflanzen und Erze ein Mindestlevel in den Sammelfähigkeiten erfordern, welches das bisher Erlernte übersteigt. Nun muss man sich entscheiden: Reist man täglich in der Spielwelt zurück, um das Crafting dem eigenen Spielerlebnis zu erhalten oder verabschiedet man sich vorerst von eben diesem und steckt somit zurück?

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