Von Dustin Martin | News vom 11.09.2017 - 14:32 Uhr - Kommentieren
YouTube Screenshot

Wer den größten Key-Store der Welt kritisiert, zieht den Kürzeren. Das spürten einige Entwickler-Studios - und nun auch der YouTuber Jim Sterling. Er bemängelte das Glücksspiel-System beim Spielekauf auf G2A und wurde dadurch selbst zu einer Lootbox.

G2A kann es einfach nicht lassen. Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden von Entwickler-Studios gab, es würden gestohlene Spiele-Keys auf der Plattform verkauft werden, schloss der Key-Store einfach Kooperationen mit der Konkurrenz. Nun kritisierte der YouTuber Jim Sterling die sogenannten G2A-Lootboxen, in denen sich zufällige Games befinden - und G2A macht daraus eine Werbekampagne.

YouTuber Jim Sterling und Keystore G2A

"Vielen Dank, dein informatives Video hat viele neue Nutzer auf den G2A Loot aufmerksam gemacht", twitterte der Key-Store und reagiert damit direkt auf ein Video von Sterling, das die Gaming-Community zuvor spaltete. "Wir haben deshalb eine Kiste nach dir benannt", schreibt der Online-Händler weiter auf Twitter und schickt ein Foto von einer Lootbox mit, auf der "Brilliant Jim" steht.

Für Jim Sterling ist die Provokation klar, er kontert mit Sarkasmus. "Hoffen wir, dass dieses Crossover nicht länger hält als euers mit Gearbox", kommentierte er den Tweet von G2A.

Gearbox, der Entwickler von Bulletstorm, strebte eine Zusammenarbeit mit G2A an und wollte, dass jedes ihrer Spiele mit dem sogenannten "G2A Shield" verkauft werden. Es ist eine Art Garantie, die zu einem Key-Kauf dazu bestellt werden muss - Gearbox wollte diese Versicherung aber kostenlos für alle Kunden. Aus dem Deal wurde nichts, G2A wollte ihren Schild nicht gratis rausgeben.

Die G2A-Lootbox Brilliant Jim

Jim Sterling wird voraussichtlich keine rechtlichen Schritte gegen G2A einleiten. Die Lootbox ist zwar klar mit seinen Wiedererkennungsmerkmalen, also den Accessoires in seinen Videos, zu verbinden. Jedoch sind die so allgemein und zudem nicht als Markenzeichen geschützt, dass er zukünftig tatsächlich als Werbemittel dienen muss.

G2A ist ein Key-Reseller. Das heißt, dort werden Produktschlüssel für Steam, Origin, uPlay, PlayStation Network, Xbox Live oder den Nintendo eShop weiterverkauft. Das Prinzip ähnelt dabei dem System von eBay: Es sind Verkäufer im Hintergrund tätig, G2A ist nur die Plattform, die Provision nimmt. Da die Regeln in den Augen vieler Entwickler und auch Spieler zu lasch sind, kommt es immer wieder zum Verkauf von gestohlenen Keys. Wer einen kauft und einlöst, muss mit dem Risiko rechnen, dass der Titel einige Tage später ersatzlos aus seiner Spiele-Bibliothek gelöscht wird.

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