Von Sascha Scheuß | News vom 12.02.2016 - 09:21 Uhr - Kommentieren
YouTube Screenshot

Der YouTuber JuliensBlog wird in seinen nächsten Videos wohl auf seine Wortwahl achten. Wegen Volksverhetzung wurde er nun vor Gericht zu einer Strafe von 15.000 Euro und einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten verurteilt.

Er gilt als einer der umstrittensten deutschen YouTubern und besitzt mit über 1,3 Millionen Abonnenten einen extrem starken Channel. Neben seinen Rapbattles ist JuliensBlog vor allem für seine Thementalks bekannt, die meist weit unter die Gürtelline gehen. Er beleidigt regelmäßig Randgruppen, seine Zuschauer und macht sich über aktuelle Themen lustig. Zu Zeiten des Bahnstreiks der GDL veröffentlichte er ein Video, in dem er über die Thematik des Streiks sprach und sich über die Lokführer ausließ. Zitat: „Vergasen sollte man die Mistviecher!“.

Diese Wortwahl ist dem jungen YouTuber nun zum Verhängnis geworden und er musste sich für das Video vor dem Amtsgericht Tecklenburg verantworten. Der Vorwurf: Volksverhetzung.

§ 130 Absatz 3 StGB
„Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.“

Laut Julien schlüpft er in seinen Videos in eine Rolle und meine das, was er sagt, nicht ernst. Er empfindet es als witzig und man solle das alles nicht ernst nehmen. Der Richter sah die Situation ein wenig anders und verurteilte den YouTuber zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten mit einer Bewährungsfrist von zwei Jahren und einer Geldauflage in Höhe von 14.000 Euro, was zwei Monatsgehältern des YouTubers entspricht. Julien legte Einspruch ein, was allerdings abgelehnt wurde, da der Verstoß gegen § 130 StGB bewiesen wurde. Der Richter reduzierte die Haftstrafe um zwei Monate, erhöhte die Bewährung allerdings auf drei Jahre und das Strafgeld auf 15.000 Euro. Außerdem trägt Julien die Kosten des Verfahrens.

Quelle: wn.de

Seitenauswahl

Artikel zu YouTube
YouTube - So dreist reagiert G2A auf Kritik Wer den größten Key-Store der Welt kritisiert, zieht den Kürzeren. Das spürten einige Entwickler-Studios - und nun auch der YouTuber Jim Sterling. Er bemängelte das Glücksspiel-System ...
Artikel zu YouTube
YouTube - PewDiePie verwendet rassistischen Ausdruck im PUBG-Livestream Der YouTuber PewDiePie hat in seinem aktuellen PUBG-Livestream rassistische Äußerungen verlauten lassen und sorgt somit für einen Shitstorm. Diverse Branchenkollegen melden sich zu Wort und ...
News zu PUBG

PUBG - Bluehole fühlt sich von Fortnite und Epic Games hintergangen

23.09.

World of Warcraft - Das ist das Ende von Legion

23.09.

Die Sims 4 - Entwickler möchten The Walking Dead- oder Fallout-Erweiterung

23.09.

The Witcher 4 - Synchronsprecher weiß von nichts - Wiedersehen in Cyberpunk 2077 möglich

23.09.

PUBG - Entwickler attackiert Fortnite wegen geklauter Spielidee

23.09.

FIFA 18 - So wird das Spiel von der Fachpresse bewertet

Weitere News anzeigen

Nichts verpassen!

Auf unserer Facebook-Seite warten über 120.000 Gamer auf dich! Werde ein Teil der Community und verpasse keine News, spannende Artikel, neue Videos, Infos und mehr. Jetzt folgen und vorbei schauen!