Von Patrik Hasberg | News vom 12.09.2017 - 18:52 Uhr - Kommentieren
YouTube Screenshot

Der YouTuber ApoRed ist nicht zu seinem Prozess vor Gericht erschienen. Nun muss dieser mit den entsprechenden Konsequenzen leben und vorübergehend ins Gefängnis.

Wir haben bereits des Öfteren über den YouTuber ApoRed berichtet, der in den vergangenen Monaten vor allem durch Prank-Videos negativ aufgefallen ist.

Die Spitze des Eisberges erreichte der YouTuber im Sommer letzten Jahres, als er auf die Idee kam mit einer schwarzen Tasche, in der sich eine Fake-Bombe befand, durch die Stadt zu laufen und damit ahnungslose Passanten an öffentlichen Plätzen in Panik zu versetzen. Besonders durch die schrecklichen Terroranschläge in den letzten Jahren, hinterließ das entsprechende Video einen sehr bitteren Beigeschmack.

Wie die Polizei in Hamburg kurze Zeit später mitteilte, wurde ApoReds Video bereits gemeldet und an die juristisch verantwortlichen Stellen weitergeleitet, um die Strafbarkeit dieser Handlung prüfen zu lassen. Später war das betroffene Video offline gestellt worden. Ob der YouTuber für diese Entscheidung allerdings alleine verantwortliche war, ist unklar. Auch sein anschließendes Entschuldigungsvideo, das nicht sonderlich überzeugend herüberkam, wurde kurze Zeit später wieder gelöscht.

ApoRed erscheint nicht vor Gericht

Nun muss sich ApoRed für das Prank-Video verantworten. Allerdings hielt dieser es nicht für notwendig bei seinem Prozess vor Gericht zu erscheinen, weshalb er nun ins Gefängnis muss. "Wir wollen ja nicht, dass die Zeugen ein zweites Mal vergebens kommen", so die Richterin Franziska Eisermann im Hamburger Amtsgericht. Der Gerichtstermin war eigentlich für den heutigen Dienstag um 10:15 Uhr angesetzt, ApoRed erschien zu diesem Termin allerdings nicht. "Sie wollen Haftbefehl beantragen?", fragt Richterin Eisermann die Staatsanwältin - diese wollte.

Damit müssen ApoRed und sein Kumpel Jan H. in U-Haft, damit beide auch pünktlich erscheinen, wenn das Gericht den nächsten Anlauf nimmt.

Verfahren wegen fehlendem Impressum

In seinem neuesten Video hat sich ApoRed über den stellvertretenden Direktor und Justiziar der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein lustig gemacht. 

"Wolfi, ich bitte Dich. So mal unter uns Männern. Was ist jetzt Dein Problem? Weil im Impressum nicht meine Hausanschrift steht, willst Du mir 50.000 Euro absneaken? Hast Du keine Hobbies?"

Die Medienanstalten hatten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld eingeleitet, weil ApoRed "mehrfachen Hinweisschreiben und der Aufforderung, die Angaben im Impressum zu korrigieren bzw. zu ergänzen" nicht nachgekommen ist.

Dieser schien in seinem Video allerdings wenig einsichtig und wetterte gegen den Direktor der Medienanstalt. Nun hat er zumindest die Adresse seines kanadischen Netzwerks eingetragen.

Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung und Anzeigen wegen Hausfriedensbruch

Auch andere YouTuber wie Leon Machère scheinen es nicht so mit dem Gesetz zu haben. Rustem Ramaj, so der bürgerliche Name von Leon Machère, macht in der Vergangenheit ebenfalls durch ein Prank-Video negativ auf sich aufmerksam. Darin fährt er mit einem Auto samt nicht übersehbarem Blaulicht durch Hamburg, spricht Passanten mit einem Megafon an, führt Personenkontrollen durch und bringt diese unter anderem dazu, sich zu entkleiden. Ein Ermittlungsverfahren prüft derzeit, ob es sich dabei um Amtsanmaßung und damit um eine Straftat handelt.

Anzeigen hagelte es auch, als Machère sich gemeinsam mit ApoRed 24-Stunden lang absichtlich in einem McDonald` sowie einem Ikea einschließen ließ. 

Quelle: Abendblatt Quelle: ApoRed

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