Von Andre Holt | News vom 15.08.2017 - 15:17 Uhr - Kommentieren
PUBG Screenshot

Laut neuesten Berichten versuchte der chinesische Konzern Tencent das Entwicklerstudio von PUBG, die Bluehole Studios, zu kaufen. Tencent, das große Unternehmen wie Riot Games unter sich hat, investierte offenbar dennoch eine nicht näher genannte Geldsumme.

Der chinesische Megakonzern Tencent gehört zweifelsohne zu den größten Internetunternehmen, die es auf diesem Planeten gibt. Das milliardenschwere Unternehmen konzentriert sich auf unterschiedlichste Bereiche rund um das große Feld Internet. So wurde in der Vergangenheit auch schon in Gaming-Unternehmen investiert und beispielsweise namhafte Firmen wie Riot Games oder Epic Games als Tochterkonzerne eingeführt. Sogar Teile von Activision Blizzard befinden sich in der Hand des Konzerns.

Kein Kauf - eine Investition

Für Tencent offenbar kein Grund die Shoppingtour nicht fortzusetzen: Wie jetzt bekannt wurde, planten die Chinesen offenbar den Kauf von Bluehole, die in den vergangenen Monaten durch ihr Battle Royale-Spiel Playerunknown's Battlegrounds auf sich aufmerksam machen konnten und den Titel mittlerweile über fünf Millionen mal über die virtuelle Ladentheke gehen ließen. Der Bluehole-Deal schlug jedoch aufgrund nicht näher genannter Gründe fehl und eine Übernahme durch Tencent konnte somit nicht gewährleistet werden. Der Konzern entschloss sich offenbar dennoch eine bisher unbekannte Summe in Bluehole und PUBG zu investieren und dadurch wenigstens Teile der Firma inne zu haben.

Ein logischer Schritt

Diese Investition passt zu den finanziellen Schritten, die die Chinesen in den vergangenen Monaten gegangen sind. Sie näherten sich immer mehr dem Thema eSports und konnten mit ihrem MOBA Arena of Valor innerhalb kürzester Zeit mehr als 80 Millionen Spieler an die Bildschirme fesseln. Nur durch dieses Spiel sollen die Quartalszahlen um ganze 50% steigen und im zweiten Quartal 2017 für Einnahmen von 7,9 Milliarden US-Dollar sorgen. Man darf also davon ausgehen, dass Tencent in den kommenden Jahren immer wichtiger für den Gaming-Markt wird und die Machtposition weiter ausbauen dürfte. PUBG ist sicherlich nur ein kleiner Schritt auf dem Weg des Unternehmens.

Das chinesische Unternehmen versuchte offenbar die Bluehole Studios mit PUBG zu kaufen. Stattdessen investierte man eine Summe Geld in den Titel und das Unternehmen.

Quelle: Gamesindustry.biz

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