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League of Legends - Hartes Geschäft im E-Sport - vom Star zur Reserve

Von Pierre Magel - News vom 18.02.2015, 13:34 Uhr
League of Legends Screenshot

In Zeiten, in denen mit E-Sport viel Geld und Ruhm gewonnen werden kann, wandelt sich die Szene von einer netten Gemeinschaft zu einem harten Pflaster, das keine Gnade mit persönlichen Schicksalen und Problemen kennt. Da kommt es sogar vor, dass die besten Spieler in schweren Zeiten einfach aussortiert werden.

Das in League of Legends sehr erfolgreiche und bekannte Team Liquid sorgt momentan für Diskussionen in der gesamten E-Sport-Szene. Im letzten Jahr hatte man auf spektakuläre Weise den koreanischen Spieler Chae "Piglet" Gwang-jin für sich gewinnen können, der zu diesem Zeitpunkt bereits Weltmeister war und als einer der besten Spieler weltweit galt. Mit diesem Schritt wollte man sicherstellen, bei den kommenden Weltmeisterschaften eine entscheidende Rolle zu spielen. Nur vier Monate später die große Enttäuschung: Piglet bringt nicht die gewünschten Leistungen und wurde sogar auf die Reserveposition gestellt - sein Ersatz ist der deutlich unbekanntere KeithmcBrief, der erst 17 Jahre alt ist. Die Community diskutiert nun sehr stark darüber, wie brutal und schnelllebig die Szene geworden ist.

Wie kommt es zu einer solchen Situation? Der Headcoach von Team Liquid, Peter Zhang, gibt in seinem Post klar zu verstehen, dass ihm seine Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Ein Spieler wie Piglet ist stets wertvoll für jede Mannschaft und aufgegeben hätte man ihn noch lange nicht. Allerdings muss man bedenken, dass auch Piglet, trotz seiner Erfolge, noch recht jung in der Szene ist und mit dem Transfer von Korea nach Nordamerika seine Schwierigkeiten hat. Egal wie gut ein Spieler ist, League of Legends ist und bleibt ein Mannschaftssport, der nur gewonnen werden kann, wenn das Team gut zusammenspielt. So ist es fast natürlich, dass sich ein neues Mitglied erst an die Abläufe der anderen gewöhnen, sich mit den Menschen vertraut machen und selbstverständlich die Sprache lernen muss. All diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle, wenn man aus einem bekannten Umfeld gerissen wird. Unglücklich sind da allerdings auch Aussagen des Spielers, in denen er groß verkündet, es mit jedem Spieler aus Nordamerika aufnehmen zu können. Mag vielleicht stimmen, doch hat er nun auch mit dem Spott der Community zu kämpfen.

Dass ein erfolgreiches Team bei schwächelnden Leistungen die Notbremse zieht und auf andere Spieler zurückgreift, ist in der heutigen Zeit wohl verständlich. Es zeigt dennoch, wie hart umkämpft mittlerweile die Szene geworden ist. Kein Team will das Prestige verlieren, will die Chance auf viel Preisgeld verschenken und im Notfall muss man harte Entscheidungen treffen. Wie wir jüngst über den Skandal von MeetYourMakers berichtet haben, kann der Druck des Gewinnens aber jederzeit auch ausufern. Fraglich ist auch, ob man als junger Spieler wirklich das eigene Land verlassen sollte - sind das die vermeidlich lukrativeren Verträge wert?

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