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Kurioses - Die Story über Rebellion und Markenrecht ist eigenartig

Von Dustin Martin - News vom 01.07.2014, 14:06 Uhr
Kurioses Screenshot

Rebellion ist ein Entwickler, Sins of a Solar Empire: Rebellion ist ein Spiel. Letzteres stammt jedoch nicht aus dem Hause des ersteren, sondern von Ironclad. Vor zwei Jahren setzte das Rebellion-Studio wegen der Nutzung des Markennamens juristische Mittel ein – nun geht die Geschichte weiter. Interessant ist vor allem, wie die Macher von Sniper Elite dies begründeten.

Wir sind im Jahre 2012. Der Entwickler Ironclad hat sein Spiel Sins of a Solar Empire: Rebellion fertiggestellt und möchte es auf den Markt bringen. Überraschend fragen die Konkurrenzentwickler von Rebellion bei dem Studio nach, ob man „Rebellion“ nicht aus dem Namen streichen wolle. Die Anfrage wurde verneint. Wenig später erhielt man daraufhin eine Abmahnung, aus der „Eurogamer“ zitiert:

„Es kann nur einen Grund für die Nutzung des Namens ‚Rebellion‘ für das Spiel geben, nämlich den, dass er identisch mit dem Namen unseres Klienten ist. Dieser Name wurde gewählt, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und sie glauben zu lassen, dass dieses Spiel von unserem Klienten stammt oder von ihnen empfohlen wird.“

„Alternativ wurde Rebellion als Name für das Spiel gewählt, um durch die Reputation unseres Klienten einen unfairen Vorteil zu erlangen oder die Reputation unseres Klienten zu schwächen.“

Rebellion wehrt sich auch in Kanada gegen Sins of a Solar Empire: Rebellion

Einen großen Erfolg hatte Rebellion jedoch nicht, Sins of a Solar Empire: Rebellion durfte zumindest in den USA verkauft werden. Jetzt geht das Ganze in eine neue Runde, da Kalypso eine neue Version des Spiels auf den Markt bringen möchte. Dazu will man den Spielenamen als Markenzeichen sichern – und stößt anscheinend nochmals auf den gleichen Wiederstand.

Blair Fraser von Ironclad schreibt in einem Blogartikel, dass sich Rebellion in Kanada gegen den Markenschutzantrag wehre – und das, obwohl das Spiel schon über zwei Jahre lang in den USA verkauft wird. Es finden sich zudem „unbestätigte Berichte“, die Selbiges in Großbritannien schildern. Fraser geht davon aus, dass sich das überall auf der Welt abspielen werde.

Ironclad möchte sich durchsetzen

Tatenlos möchte man jedoch nicht bleiben, man kämpfe gegen die Anträge von Rebellion an, heißt es. Dort wundert man sich nun vor allem, dass diese Geschichte nun plötzlich wieder so medienpräsent ist. Jason Kingsley von Rebellion äußert sich bei „Eurogamer“ wie folgend:

„Das ist eine zwei Jahre alte Geschichte, über die damals ausführlich berichtet wurde. Es ist merkwürdig, dass das jetzt wieder zum Vorschein kommt, kurz vor dem Release von Sniper Elite 3.“

„Natürlich hätten wir es bevorzugt, keine rechtlichen Schritte einzuleiten. Tatsächlich haben wir sie zuerst darauf angesprochen und versucht eine Einigung zu erzielen. Sie lehnten jedoch ab und da das Markenrecht nun mal so ist, wie es ist, mussten wir 2012 Rebellion im Spielebereich verteidigen. Andernfalls hätten wir riskiert, unsere Marken zu verlieren.“

Hintergrundinformationen zu Rebellion und Ironclad Games

Ironclad Games ist ein kanadisches Studio, bestehend aus 15 Entwickler. Insbesondere ihre Reihe rund um Sins of a Solar ist für ihren Erfolg maßgebend. Rebellion ist ein Spiele-Unternehmen, das unter anderem auch für das Publishing verantwortlich ist. Über 250 Mitarbeiter sind beim britischen Entwickler angestellt.

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