News vom 27.01.2017 - 12:57 Uhr - Kommentieren (0)
Games Screenshot

Ein Bericht der Unesco bescheinigt Videospielen, die Empathie des Spielenden zu fördern und Konflikte besser lösen zu können. So seien Serious Games insbesondere bei dem Verständnis der Probleme dieser Welt und bei Aufklärung von Propaganda nützlich.

Videospiele sind nicht böse. Sie führen nicht dazu, dass wir zu „Killern“ werden. Games sind ein Kulturgut, das nicht nur der Unterhaltung dient, sondern auch des Weiterbildens und dem Wissen an sich. Zu diesem Schluss kommt der Autor eines Unesco-Berichtes, der sich ausführlich mit dem Medium auseinandergesetzt hat.

Unesco: Spiele schulen Empathie

Das politische Papier belegt unter anderem, dass Serious Games als Hilfsmittel zum Frieden dienen könnten. Sie seien wertvoll, wenn es um die Konfliktlösung und das Verständnis der verschiedenen Parteien gehen würde. Die Rolle der Empathie spiele hier die größte Rolle: Computerspiele fördern das empathische Denken von Menschen.

Außerdem können die Games dazu beitragen, mitunter Propaganda erkennen zu lassen oder ethische und moralische Fragen zu beantworten. Das sei wichtig, denn in vielen Konflikten wird Moral folgerichtig verschieden ausgelegt.

Paul Darvasi, der Autor des Unesco-Papiers, fasst seine Arbeit so zusammen:

„Politische Einflüsse lassen sich in jedem Spiel finden. Sie können GTA 5 als einen Ort sehen, an dem neo-liberale Werte die Überhand genommen haben und die Regierung komplett durch den Wilden Westen des freien Marktes ausgetauscht wurde.“

Peacemaker, This War of Mine und 1979 Revolution

In dem Bericht wird eine Reihe von Spielen genannt, die für die jeweiligen Problemfelder ein gutes Beispiel seien, wie die Welt zu einer friedlicheren werde. Darunter finden sich Titel wie Peacemaker, in dem es um den Nahostkonflikt in Israel und Palästina geht und eine Zweistaatenlösung angestrebt wird.

Erwähnenswert war für Darvasi auch This War of Mine des polnischen Entwicklers 11 Bit Studios, in dem die Schattenseiten des Krieges thematisiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Gefühlswelt und die meist verzweifelten Taten eines Soldaten, der in einer vom Krieg zerstörten Stadt um das Überleben kämpft.

Auch das im letzten Jahr erschienene 1979 Revolution: Black Friday ist ein Teil der Games, die von der Unesco als gutes Beispiel erwähnt werden. In dem Titel wird die Geschichte eines Fotografen erzählt, der den islamischen Umsturz in Iran vor 38 Jahren dokumentiert. Entwickler Navid Khonsari arbeitete zuvor bei Rockstar Games an Grand Theft Auto und Max Payne.

Unesco Games

Siehe auch: Bericht Games Politik Unesco videospiele Quelle: Unesco MGIEP

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