Von Julia Rother | News vom 07.02.2017 - 17:15 Uhr - Kommentieren
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Die Cyberspace Administration in China veröffentlichte nun einen Gesetzesentwurf, der Spielehersteller zwingen könnte, die Zeit, die Minderjährige online spielen können, zu kontrollieren. Bei Bewilligung sollen reale Namen verpflichtend, Accounts nachts oder bei exzessiver Nutzung gesperrt und Themen wie Sex oder der Konsum von Alkohol Minderjährigen nicht mehr präsentiert werden dürfen.

Um dem exzessiven Online-Gaming der Zielgruppe entgegenzuwirken und damit die Gefahr einer Abhängigkeit zu verringern, veröffentlichte Chinas Cyberspace Administration nun einige Richtlinien zum Schutze von Minderjährigen. Der Gesetzesentwurf sieht vor, die Registrierung des realen Namens eines jeden Spielers verpflichtend zu machen, sodass spezielle Systeme Minderjährige identifizieren und ihre Accounts zwischen Mitternacht und acht Uhr morgens sperren können.

Zensur und eingeschränkte Spielzeit geplant

Aber auch am Tage soll die Anzahl der gespielten Stunden über die entsprechenden Accounts streng kontrolliert werden, sodass - zumindest online - nicht mehr unbegrenzt gezockt werden kann. Auch bestimmte Spielfunktionen oder Szenen mit gewalttätigen oder von der Organisation als unangemessen empfundenen Inhalten wie Sex, Suizid oder der Konsum von Alkohol und Tabak dürfen dann für Minderjährige nicht mehr zugänglich sein.

Der Gesetzesentwurf wurde seit Oktober 2016 zweimal unter Berücksichtigung von öffentlichem Feedback überarbeitet und nun dem National People's Congress zur Bewilligung vorgelegt, ist also noch nicht in Kraft getreten.

In der Vergangenheit gab es bereits Versuche, die Anzahl der aktiven Spielstunden am Tag einzudämmen, diese scheiterten aber an der fehlenden Real-Namen-Verpflichtung, da die Spieler einfach mehrere Accounts anlegen und diese je nach Belieben nutzen konnten.

Bewilligung würde erheblichen Aufwand und finanzielle Einbußen bedeuten

Verschiedene Spielehersteller äußerten sich nach Bekanntwerden der Richtlinien besorgt, befindet sich der Gesetzesentwurf zwar noch in der Review-Phase und kann dementsprechend angepasst werden, scheint aber laut Einschätzungen der chinesischen Öffentlichkeit Realität zu werden. Dies bedeutet natürlich einen erheblichen Aufwand für die Hersteller entsprechender Spiele, der zudem durch die starken Einschränkungen zu einem Verlust von Spielern und dementsprechend auch finanziellen Einbußen führen könnte.

Wir werden das Ganze auf jeden Fall weiter aus der Ferne beobachten und euch auf dem Laufenden halten, sobald wir mehr wissen.

China will die Videospielsucht bekämpfen - mit starken Restriktionen.

via: Caixin Global

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