Von Andre Holt | News vom 27.08.2017 - 14:32 Uhr - Kommentieren
Fishing: Barents Sea Screenshot

Im Rahmen der diesjährigen gamescom konnten wir uns eine ganz besondere Simulation ansehen, die nur so vor Liebe strotzt: Fishing: Barents Sea. In der Industriefischerei- und Schiffssimulation übernehmt ihr anfangs das Ruder des Kutters eures Großvaters und versucht die Familie mit eurer Firma stolz zu machen. Neben dem ungewöhnlichen Setting der norwegischen See überrascht das Spiel mit der realen Hintergrundgeschichte des Entwicklers.

Der Markt wirkt überschwemmt von Simulationen und oftmals bleibt einem nur ein müdes Lächeln im Gesicht, wenn man an die Vielzahl von missratenen Spielen denkt, die größtenteils nur in Deutschland einen Abnehmer finden. So wird von humorvollen Spielen bis hin zu völlig ernstgemeinten Titeln alles geboten. Auf der gamescom in Köln präsentierte man uns jedoch eine Simulation, die aus dem üblichen Brei heraus stechen könnte und uns nachdenklich hinterließ: Fishing: Barents Sea. Der Titel beruht auf einem 2D-Protypen, der seit 2015 mit der Unreal Engine 4 in eine 3D-Optik umgesetzt wird.

Eine wahre Begebenheit

Gøran Myrland, der CEO vom Entwicklerstudio Misc Games, bekam die Idee einer Industriefischerei-Simulation aufgrund seiner eigenen Lebensgeschichte und den Verhältnissen, die viele Norweger auch heute noch erleben: Die gesamte Familie gehörte der Fischerei an und es gilt die Familie stolz zu machen.

So startet man zu Beginn des Spiels mit einem alten Kutter des Großvaters - auch dies erlebte Gøran Myrland. Anfangs könnt ihr nur bestimmte Sorten von Fischen fangen, da euer Gefährt ausschließlich gewisse Bereiche der Barentssee befischen kann. So seid ihr gezwungen den Fisch schnell zu liefern, da ihr außerdem keine Kühleinheiten an Bord des Kutters habt. Mit der Zeit könnt ihr eure Flotte aufrüsten, weitere Boote kaufen und sogar Crew-Mitglieder einstellen, die gewisse Aufgaben für euch übernehmen können. Das Spiel bietet vier unterschiedliche Fischarten, wobei möglicherweise weitere mit einem DLC nachgeschoben werden sollen, da es noch die eine oder andere Art in der Barentssee gibt. Dabei müsst ihr darauf achten, dass ihr die Gebiete nicht überfischt, denn die unterschiedlichen Arten haben eine eigene KI und vermehren sich - wenn jedoch keine Fische mehr da sind, dauert es eine ganze Zeit bis sich das Gebiet erholt. So müsst ihr immer abwägen, wie viele Fische ihr fangen wollt ohne das aktuelle Ökosystem zu sehr zu beeinträchtigen.

Realismus durch norwegische Unterstützung

Wie bei vielen Simulationen handelt es sich auch bei Fishing: Barents Sea um ein Endlosspiel, das storymäßig letztendlich darauf ausgelegt ist, die Fischereitradition der Familie zu erhalten und die Verwandten und Ahnen stolz zu machen. Dieser Gedanke ist so völlig anders verglichen mit allen bisherigen Spielen und hinterlässt ein wohliges Gefühl, da es vielen Fischern im Norden Norwegens genau so geht. Untermalt wird diese Szenerie durch kleinere Details, wie die Nutzung des Wetters der letzten 20 Jahre, das originalgetreu ins Spiel implementiert wurde und somit noch mehr Realismus erlaubt. Natürlich könnt ihr auch die wunderschönen Polarlichter betrachten, die in den Bereichen eures 32km x 32km großen Fischereigebietes zu bestaunen sind.

Um die Barentsee an der nördlichsten Spitze Norwegens vernünftig abzubilden, konnte das Team von Misc Games eine Kooperation mit der Stadt Hammerfest eingehen, die es ihnen erlaubte ganze Touren in der Region zu fahren und durch Bilder den Bereich ordentlich abzubilden. Überhaupt scheint die norwegische Regierung und die gesamte Fischereiindustrie sehr interessiert an dem Projekt zu sein und beteiligt sich auf unterschiedliche Art und Weise an der Entwicklung. So setzt das Spiel ebenfalls auf den norwegischen Preis-Index, der die Kosten für die unterschiedlichen Fische abdeckt. Auch Lizenzen bietet das Spiel: Der Konzern Hermes bietet Blaupausen für die Erstellung der eigenen Schiffe im Spiel und auch das Unternehmen Scanmar ist in das Spiel involviert und erlaubt die Nutzung der eigenen elektronischen Fischfang-Geräte an Bord eurer Flotte.

Eine Simulation mit Herz und vielen Details

Wer genug vom einfachen Fischen hat, kann auch Missionen antreten, die beispielsweise beinhalten können, dass das Meer von Plastikmüll befreit werden muss - dies stellt auch in der Realität aufgrund unterschiedlichster Dinge ein großes Problem dar.

Fishing: Barents Sea überraschte uns aufgrund der großen Liebe und Historie, die hinter diesem Projekt steckt. Sicherlich mag man argumentieren, dass es nur eine einfache Simulation ist, doch die Details und die Besonderheiten des Spiels sind keinesfalls zu übersehen und dürften für ein interessantes Spielerlebnis sorgen. Der Titel soll im ersten Quartal 2018 erscheinen und verspricht schöne und angenehme Stunden im Norden Norwegens und könnte aus dem langweiligen und eintönigen Brei der Simulations-Games herausstechen. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten ein Teil der virtuellen Fischereiindustrie zu werden.

Fishing: Barents Sea ist eine etwas andere Simulation und verspricht eine herzerwärmende Hintergrundgeschichte.

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