Von Dustin Martin | News vom 20.03.2017 - 12:57 Uhr - Kommentieren
eSport Screenshot

Die Deutsche Sporthochschule hat verschiedene Profi-Gamer während eines Wettkampfs untersucht und stellte dabei fest, dass eSports-Spieler ihren Körper einer ähnlichen Belastung aussetzen, wie klassische Sportler. Ein Grund, den eSport in Deutschland anzuerkennen, ist das aber nicht.

Wer regelmäßig Spiele wie Counter-Strike: Global Offensive oder League of Legends spielt, wird von Zeit zu Zeit immer besser. Diejenigen, die das jeden Tag als ihren Beruf ausüben, werden allgemeingültig als eSportler bezeichnet. Sie besuchen eSport-Veranstaltungen, treten gegen andere Teams an und trainieren nahezu täglich mehrere Stunden lang das eine und selbe Game.

Seit Jahren und insbesondere nach einem beispiellosen Boom der eSport-Szene in 2015 wird in Deutschland immer wieder darüber diskutiert, ob der eSport als „richtiger Sport“ anerkannt werden sollte. Da sich die Entscheidungsträger immer wieder an die Regelungen des Deutschen Olympiabunds halten und dieser eSport strikt ablehnt, führten die Gespräche ins Leere. Mitunter wird sich auch das nach der Gründung der WESA nicht ändern.

Profi-Spieler im eSport hohen Belastungen ausgesetzt

Wissenschaftlich gesehen wurde nun zumindest ein Stück weit gezeigt, dass professionelle Gamer bei einem eSport-Turnier ähnlichen Belastungen ausgesetzt sind, wie andere Sportler. Ingo Forböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln, sagte zu den Ergebnissen seiner Studie:

„Der Cortisolspiegel liegt ungefähr auf dem Niveau von Rennfahrern. Dazu kommt noch ein sehr hoher Puls, teilweise liegt die Herzfrequenz zwischen 160 und 180 Schlägen pro Minute, das entspricht einem sehr, sehr schnellen Lauf, fast einem Marathonlauf. Dazu kommen noch die hohen motorischen Ansprüche, deswegen ist der eSport aus meiner Sicht anderen Sportarten mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.“

„Besonders die motorischen Ansprüche und Fähigkeiten haben uns beeindruckt. Die eSportler schaffen bis zu 400 Bewegungen pro Minute an Tastatur und Maus, vier Mal mehr als der Normalbürger! Das Ganze auch noch asymmetrisch, denn beide Hände werden parallel bewegt, es werden unterschiedliche Hirnregionen parallel genutzt.“

Training ist wichtig, Sportwissenschaftler nur bei großen eSport-Teams

Auf der anderen Seite wird kritisiert, dass es im eSport trotz der angenäherten Belastungen für die Spieler keine Trainingsprogramme gäbe. In Bezug auf die großen Teams wie beispielsweise Fnatic, Ninjas in Pyjamas, Cloud9 oder SK Telecom T1 ist diese Aussage falsch, da dort durchaus Sportwissenschaftler die Spieler beraten. Bei den Testpersonen, deutschen Profi-Gamern, war dies nicht der Fall. Forböse erklärte:

„Viele unserer Probanden sind im Bezug auf ihre Fitness Normalbürger und der Normalbürger macht mir Sorgen. Sie sind nicht gut trainiert, beispielsweise fehlen Trainingseinheiten, die das gesamte Halte- und Stützsystem im Schulter- und Nackenbereich stärken. Dadurch ließe sich auch die Feinmotorik im Armbereich weiter steigern, die für den Wettkampf enorm wichtig ist.“

„Was bisher nicht berücksichtigt wird, ist eine Zyklisierung der Belastung, d.h. Pausen und Anspannung müssen sich abwechseln, damit ich mich wieder erhole und die Müdigkeit im Wettbewerb überwinden kann. Dazu zählt auch die richtige Ernährung.“

Quelle: Deutsche Welle Bildquelle: Kirill Bashkirov, Patrick Strack / ESL

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