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Blog - Wenn Hass zum Alltag wird

Von Wladislav Sidorov - News vom 04.03.2016, 14:54 Uhr
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Es wird geschimpft, gepöbelt und beleidigt - das Internet bietet Anonymität, zumindest im ersten Augenschein, und lässt teilweise erschreckendes Gedankengut seinen Weg an die Öffentlichkeit gelangen. Wir in der Redaktion von PlayNation unterstützen die Kollegen von GameStar und GamePro - denn der Hass darf nicht siegen.

50.000. So viele Menschen besuchen, lesen und schreiben uns jeden Tag hier auf PlayNation. Wir sind keine allzu große Redaktion, gerade mal ein gutes Dutzend an Menschen, die jeden Tag recherchieren, berichten und euch zuhören.

Es ist immer wieder der Wahnsinn, sich am Ende eines Jahres vor Augen zu führen, wie viele Menschen einen verfolgen. Wir sind dankbar für jeden Leser und wissen, dass der Großteil von euch unglaublich vernünftig und freundlich ist.

Aber wie es im Leben leider so ist: Nicht alle.

Wer im Internet seinen Mund aufmacht und seine Meinung sagt, dem fällt dies aufgrund der angeblich vorherrschenden Anonymität im Netz einfacher, als im echten Leben. Zwischen all den vorsätzlichen 'Lügenpresse'-Schreiern, all den vor Wut kochenden Personen und all den tatsächlich einfach nur nachdenkenden Menschen kommt es deshalb des Öfteren zu regelrechten Hasstiraden.

Unsere Leser leben im Netz. Und sie leben vor allem in sozialen Netzwerken - Facebook, Twitter, YouTube. Was wir dort erledigen, ist gar nicht unsere Aufgabe, wir machen das gerne. Social Media? Müssten wir nicht beachten, immerhin schreiben wir vor allem für die Seite. Aber wir reden, interagieren und quatschen gerne mit euch. 

Die Interaktion findet deshalb vor allem in sozialen Netzwerken statt, dort folgen uns allein auf Facebook fast 110.000 Menschen - eine wahnsinnige Zahl, wenn man nie für die Seite geworben hat und alle freiwillig zu uns gekommen sind. Doch Facebook - das wissen viele - birgt oftmals das Schlimmste vom Schlimmsten.

Wer direkt Zustimmung von anderen Personen bekommt, ob durch Kommentare oder Likes, der fühlt sich gerne mal ermutigt, seine Meinung laut auszuschreien. Das ist okay, jeder darf eine Meinung haben, jeder darf eine freie Meinung haben. Doch Meinungsfreiheit hat seine Grenzen, wo sie nicht mehr als Meinung zu dulden ist - sondern als Hass.

Die Kollegen der GameStar haben Recht. Was uns teilweise an Sexismus, Rassismus und blindem Hass entgegenströmt, ist haarsträubend. Einige Menschen scheinen sich nicht benehmen zu können, posten, bevor sie denken, denken nicht, wenn man ihre Thesen widerlegt.

Türkische CS:GO-Spieler sind besorgt über 'beleidigende' Karikaturen in einer Map? Anstatt sich differenziert damit auseinanderzusetzen, beleidigen sie einige als 'Eselficker', 'ISIS-Anhänger' und 'Moslemschweine'. Das sind tatsächliche Aussagen, die getroffen und von uns gelöscht wurden. Die entsprechenden Nutzer haben wir blockiert. 

Frauenfußball in FIFA? Frauen können doch eh nichts, Geschlechter abseits der Männlichkeit sollen doch bloß keinen Einzug finden in die seit jeher von Männern dominierte Fußballwelt! Das ist doch Sexismus, uns Frauen in einem Spiel aufzuzwingen! Ja, auch das waren echte Kommentare.

Die letzten Jahre waren politisch brenzlig in Deutschland, auch der aktuell herrschende Zuzug hunderttausender Flüchtlinge aus dem nahen Osten erhitzt die Gemüter. Doch dies entlädt sich mehr und mehr, Grenzen werden überschritten, Meinungen vertreten, die schon fast nicht mehr mit dem Grundgesetzt vereinbar sind.

Wer andere kritisiert, weil sie etwas falsches sagen, soll selbst einsehen können, dass er falsch liegt. Wir tolerieren Hasskommentare nicht. Sie sind schädlich für unsere Gemeinschaft, die einst so froh war, sich zu haben. Wir splitten uns auf in unterschiedliche Gruppen, friedliche und feindliche, drohende und freundliche. Das darf nicht der Status Quo sein, das darf nicht die Zukunft sein.

Wir werden weiterhin gegen Hass, Rassismus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit vorgehen. Jeder darf seine Meinung sagen - aber Meinungen stoßen entgegen der üblichen Annahme irgendwann an eine Grenze. Wir unterstützen die Kollegen der GameStar in ihrem Appell und treten entschieden gegen jegliche negative Stimmung hervor. Ob gegen Menschen, ob gegen Entwickler, ob gegen Publisher - ob gegen uns.

Wir sind Menschen. Keine Teufel. Und wir sollten zumindest ein wenig Menschlichkeit immer in uns behalten.

Eine Mitteilung der gesamten Redaktion, Geschäftsführung und sämtlichen Angestellten,


euer Team von PlayMassive

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