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Areal - Neue Betrugsversuche der "Areal-Entwickler"

Von Patrik Hasberg - News vom 12.12.2014, 19:45 Uhr
Areal Screenshot

Offensichtlich hat Entwickler West Games nach dem dreisten Betrug mit dem Open-World-Titel "Areal" nun einen neuen Titel in der Entwicklung für den man auf einer Finanzierungsplattform insgesamt 600.000 US-Dollar sammeln möchte. Wir warnen euch ausdrücklich in dieses Projekt zu investieren.

Man möchte fast lachen, wäre der Hintergrund nicht so ernst. Bereits vor einigen Monaten berichteten wir darüber, dass sich einige ehemalige Mitarbeiter des Stalker-Entwicklers GSC Gameworld zu einem eigenen Studio namens West Games zusammengeschlossen haben. Angeblich würde das Entwicklerteam rund um CEO und Gründer Eugene Kim an einem Open-World-Shooter namens Areal arbeiten. Finanziert werden sollte das Projekt offensichtlich durch eine Kickstarter-Kampagne. Hier wurde versucht potenzielle Investoren an Land zu ziehen, obwohl die Richtlinen von Kistarter dies ausdrücklich verbieten.

Auf der diesjährigen gamescom in Köln hatten wir die Möglichkeit mit dem PR Manager Joe Mullin von Entwickler Vostok Games, der momentan an dem Open-World-Shooter Survarium arbeitet, zu sprechen. Dieser bestätigte unsere Vermutung, dass es sich bei "Areal" um einen kompletten Fake handelt, da West Games entgegen eigener Angaben bisher weder eine Engine noch Büroräume vorweisen kann. Bisher gezeigte Gameplay-Szenen basierten komplett auf der Unity-Engine - alle Szenen wurden laut Mullin in wenigen Tagen erstellt. Damals verlangte das Studio 50.000 US-Dollar (für die Entwicklung eines kompletten Shooters!), um die Arbeiten an dem Spiel finanzieren zu können. Kickstarter beendete jedoch die Kampagne vorzeitig.

So traurig diese Geschichte auch ist, geht es nun offensichtlich in Runde zwei.

West Games hat nun via Facebook bekanntgegeben, dass man sich von Areal als Projekt verabschieden werde, da man nach Rücksprache mit der Community den Fokus auf einen anderen Titel legen möchte. Auf der Finanzierungsplattform wfunders.com gibt es nun eine neue Kampagne namens "STALKER Apokalypse". Als Ziel werden dieses Mal allerdings nicht 50.000 US-Dollar, sondern 600.000 US-Dollar verlangt. Erreicht haben möchte man dieses Ziel innerhalb von drei Monaten.

Allerdings sprechen einige Dinge dafür, dass es sich wiederholt schlicht um Betrug handelt und ihr euer Geld unter keinen Umständen in dieses Projekt investieren solltet. Entwickelt werden soll STALKER Apokalypse für PC, PlayStation 4 und Xbox One, als Grafik-Engine dient die Unreal Engine 4. Als Release-Termin wird für Unterstützer Ende 2015 angegeben. Offizieller Release ist dagegen für das Jahr 2016 geplant. Wir bezweifeln an dieser Stelle einfach stark, dass es innerhalb von nur einem Jahr möglich ist, solch einen Titel zu entwicklen.

Zudem scheint West Games eine einfache Einzelspieler-Kampagne nicht zu reichen, zusätzlich spricht man von einem Multiplayer- sowie einem Splittscreen-Modus. Übrigens erinnern einige der für die Kampagne verwendeten Bilder frappierend an die von Areal.

Das Video, in dem Eugene Kim über STALKER Apokalypse spricht verstärkt den Eindruck, dass es sich um einen dreisten Fake handelt. Wir sind uns nicht einmal sicher, ob der Name "Stalker" überhaupt genutzt werden darf.

Wir werden euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten und warnen davor, das Projekt zu unterstüzten.

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