Von Dustin Martin | News vom 19.12.2016 - 11:50 Uhr - Kommentieren
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Crytek ist offensichtlich in Zahlungsschwierigkeiten. Das deutsche Spiele-Unternehmen konnte mehreren Berichten zufolge seine Mitarbeiter nicht pünktlich bezahlen, teils kamen die Gehälter erst Monate später. Nun steht Crytek die nächste große Krise bevor.

Update: Die ausstehenden Gehälter für Oktober wurden nun offenbar gezahlt. Crytek verspräche außerdem, das Geld für November noch in dieser Woche zu zahlen. Das berichtet das Videospiel-Magazin Kotaku unter Berufung auf eine unternehmensnahe Quelle. Die Details scheinen zu stimmen, da eine Crowdfunding-Kampagne eines ehemaligen Mitarbeiters, der Crytek deshalb verklagen wollte, zurückgezogen wurde.

Mit PC-Spielen wie Crysis 3 oder Konsolen-Titeln wie Ryse: Son of Rome war Crytek in den letzten Jahren aufgefallen. Dabei veröffentlichte der Entwickler noch weitere Spiele, beispielsweise das free-to-play MOBA Arena of Fate, das jedoch nicht den erwarteten Erfolg brachte. Nach mehreren Flops stand Crytek im letzten Jahr vor einer finanziellen Krise.

Crytek steht vor dem nächsten Dilemma

Damals konnte sich Crytek retten, indem sie ihre hauseigene Entwicklungstechnik CryEngine anders lizensierten und die Rechte verkauften. Nun steht das Gaming-Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main offensichtlich vor dem nächsten Dilemma, nachdem sich mehrere Mitarbeiter unabhängig voneinander öffentlich beschwerten.

Neben nicht verifizierten Aussagen auf Reddit und Imgur meldeten sich Crytek-Mitarbeiter bei Spiele-Medien wie „Eurogamer“. Wir erfuhren ebenfalls von den beschriebenen Zuständen bei Crytek.

Offenbar blieb wichtiger Deal für Crytek aus

Im Detail wurden die Angestellten in verschiedenen Studios überall auf der Welt nicht pünktlich bezahlt. Unsere Kenntnis bezieht sich dabei speziell auf den Hauptsitz in Frankfurt an Main, wo Mitarbeiter laut eigenen Aussagen durchschnittlich zwei Monate auf ihr Gehalt warten mussten. In einigen Fällen wäre es sogar zu einer Verzögerung von sechs Monaten gekommen, heißt es.

Ob sich Crytek aus den finanziellen Schwierigkeiten erneut retten kann, ist unklar. Ein wichtiger Deal sei von der Führung zu lange ausgehandelt worden, wodurch das Geld nicht mehr für die Gehälter gereicht habe, so ein Erklärungsversuch.

Chefs stehen nicht zum ersten Mal in der Kritik

Die Mitarbeiter sind sich außerdem unsicher, ob Crytek-Gründer Cevat Yerli überhaupt noch mit den Operationen des Unternehmens zu tun habe. Man habe ihn seit Monaten nicht mehr bei Meetings gesehen, erklärte ein Mitarbeiter.

Die Chefs von Crytek gerieten in der ersten Krise Ende 2014 besonders in Kritik, da sie teure Reisen zwischen den Studios weiterhin bewilligten, obwohl Mitarbeiter nicht bezahlt wurden. Zudem sei es nach Aussage der damaligen Mitarbeiter „ein Schlag ins Gesicht“ gewesen, dass die Bosse zur gleichen Zeit mit neuen Sportwagen zur Arbeit gekommen seien.

Siehe auch: crytek entwickler Gehalt Geld Krise Mitarbeiter

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