Von Patrik Hasberg | News vom 02.02.2017 - 13:20 Uhr - Kommentieren
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Nach zahlreichen finanziellen Problemen muss Entwickler und Publisher Crytek auch im Firmensitz Frankfurt am Main 15 Mitarbeiter entlassen. Dies sei Teil der Neuausrichtung des Unternehmens, wie CEO Avni Yerli innerhalb einer aktuellen Stellungnahme bekannt gab.

Mehrfach haben wir in der Vergangenheit über den deutschen Entwickler und Publisher Crytek berichtet. Bereits im April 2014 stand das Entwicklerstudio kurz vor dem Aus. Nur mittels einer Finanzspritze konnte die Firma vorübergehend gerettet werden. Im Jahre 2015 erwarb der Online-Versandhändler Amazon für mehrere Millionen Dollar eine Lizenz der Grafikengine CryEngine. 2016 stand das Gaming-Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main offensichtlich vor dem nächsten Dilemma, nachdem sich mehrere Mitarbeiter unabhängig voneinander öffentlich beschwerten.

Im Detail wurden die Angestellten in verschiedenen Studios überall auf der Welt nicht pünktlich bezahlt. Etwas später hieß es, dass die ausstehenden Gehälter offenbar teilweise oder ganz gezahlt worden sind. Innerhalb einer Pressemitteilung meldete sich das Unternehmen schließlich offiziell zu dem Thema und verkündete fünf Studios weltweit zu schließen oder zu verkaufen. Nur die Büros in Frankfurt und Kiew werden weitergeführt. Man wolle wieder zu den eigenen Wurzeln zurückkehren und sich in Zukunft auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Diese sind laut Pressemitteilung: "Technologieentwicklung auf höchstem Niveau und innovative Spiele".

Nun sind jedoch auch einige Mitarbeiter des Unternehmens an den verbliebenden Standorten von der Neuausrichtung betroffen. Innerhalb einer weiteren Stellungnahme gab Mit-Gründer Avni Yerli bekannt, dass 15 Mitarbeiter den Firmensitz in Frankfurt am Main verlassen müssen.

Die entsprechenden Mitarbeiter arbeiteten als Teil des Publishing-Teams an dem kostenlosen Online-Shooter Warface. Der Erfolg, zumindest auf kommerzieller Ebene, blieb hinter den Erwartungen zurück. Weitere Mitarbeiter, die an dem Titel beteiligt waren, sollen in anderen Bereichen eingesetzt werden.

Quelle: Gamesindustry

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