PlayNation Test Little Nightmares

Little Nightmares - Gruseln to Go - Die Nintendo Switch-Edition im Test

Von Patrik Hasberg - Test vom 18.05.2018 - 18:00 Uhr
Little Nightmares Screenshot

Der gruselige Puzzle-Plattformer Little Nightmares kann innerhalb der Complete Edition ab sofort auch auf der Nintendo Switch gespielt werden. Warum sich der Titel auf der Hybrid-Konsole gleich doppelt lohnt, verraten wir euch in unserem Test.

Lohnt die Reise auf der Switch?

Ab dem 18. Mai 2018 ist der Grusel-Plattformer Little Nightmares der schwedischen Tarsier Studios als Complete Edition für die Nintendo Switch verfügbar. Wir haben den Titel bereits vor genau einem Jahr getestet und damals 86 Punkte vergeben. Entsprechend beschränken wir uns in diesem Artikel auf die technischen sowie inhaltlichen Unterschiede zu der normalen Version für PS4, Xbox One sowie PC. Im Nintendo eShop wird Little Nightmares Complete Edition für 34,99 Euro angeboten.

Little Nightmares Little Nightmares Ein Festmahl der Ängste

Die Complete Edition von Little Nightmares bietet eine Auflösung von 720p (hochskaliert) mit 30 FPS im Handheld-Modus und 720p (nativ) mit 30 FPS im TV-Modus. Außerdem stehen HD-Rumble-Möglichkeiten zur Verfügung. Neben dem Hauptkapitel, das sich um die Protagonistin Six dreht, enthält die Complete Edition außerdem alle drei zusätzlichen Kapitel des Expansion-Passes „Geheimnisse des Schlunds“. Darin schlüpft ihr in die Rolle des Ausreißers Kid, einem weiteren Gefangenen auf der Suche nach einem Weg hinaus aus der verrückten, skurrilen und bedrohlichen Welt namens The Maw.

Unterwegs mit Six und Kid

Solltet ihr den Titel bisher noch auf keiner anderen Plattform gespielt haben, ist die Switch-Version eine wunderbare Alternative, da sämtliche verfügbaren Inhalte in einem Paket zusammengeschnürt angeboten werden. Besonders nett sind außerdem die HD-Rumble-Möglichkeiten in Verbindung mit den Joy-Cons bzw. dem Pro Controller. Bei verschiedenen Aktionen und Schreckmomenten sorgen die Vibrationen zusätzlich für Gänsehaut, wodurch der Titel in Kombinationen mit der gelungenen Soundkulisse tatsächlich noch ein klein wenig gruseliger ausfällt. Holzdielen knarren, Six nackten Füße patschen leise über den kalten Boden und die Kochzwillinge stöhnen und keuchen, wenn sie die Protagonistin erblicken. Ertönt schließlich der Soundtrack, der perfekt zu dem bedienten Setting passt und in uns Unbehagen, Angst, aber auch Neugier weckt, sind die drei bis vier Stunden Spielzeit auch schon wie im Fluge vergangen.

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Auf dem Handheld entpuppt sich Little Nightmares als perfektes Spiel für zwischendurch. Schließlich ist die Steuerung nicht sonderlich komplex und trotzdem kommt die stimmige Atmosphäre auch auf dem kleinen Bildschirm im Handheld-Modus super rüber. Setzt ihr euch abends im Dunkeln auf die Couch und nutzt zudem Kopfhörer, werdet ihr garantiert das eine oder andere Mal Gänsehaut bekommen.

Handheld- vs. TV-Modus

Egal ob ihr im Handheld-Modus spielt oder sich eure Switch in der Dockingstation befindet - optisch werdet ihr keinen großen Unterschied bemerken. Insgesamt wirkt das Bild auf dem kleineren Bildschirm lediglich ein klein wenig weicher sowie verwaschener, schließlich steht hier nicht die Power der Dockingstation zur Verfügung. Grafisch ist die Switch-Portierung von Little Nightmares aber definitiv gelungen und gehört zu den hübscheren Spielen auf der Hybrid-Konsole. Großartige Einschränkungen hinsichtlich der Effekte oder der Steuerung müsst ihr nicht hinnehmen. Solltet ihr eine etwas längere Session spielen, empfehlen wir den deutlich angenehmeren Pro Controller zu verwenden.

Der größte Kritikpunkt an der Switch-Version sind hingegen die Ladezeiten. Zwar ist Little Nightmares nicht sonderlich anspruchsvoll, durch die teils unpräzise Steuerung sowie gelegentlich ungünstige Kameraperspektiven, springt ihr mit Six und Kid regelmäßig daneben. Hinzu kommt bei wenigen kniffligeren Rätseln das Trial-and-Error-Prinzip. Schafft ihr einen Sprung nicht oder könnt einer Gefahr nicht schnell genug ausweichen, ist das Spiel vorbei. Das ist ärgerlich, da ihr auf der Switch jedes Mal rund 20 Sekunden warten müsst, eh der Spielstand geladen worden ist. Das kann bei einigen Passagen schon mal zu dem einen oder anderen Frustmoment führen.

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