PlayNation Test Black Mirror

Black Mirror - Urlaub auf Black Mirror Castle mit Wolken

Von Patrik Hasberg - Review vom 28.11.2017 - 18:11 Uhr
Black Mirror Screenshot

Publisher THQ Nordic und Entwickler King Art lassen den Spieler mit dem Reboot der Adventure-Reihe erneut das namensgebende alte Anwesen Black Mirror Castle erkunden und somit die gewohnte Gothic-Horror-Atmosphäre der Vorgänger erleben. Ob ihr euch lieber einen Flug in die Karibik gönnen solltet oder die Reise nach Schottland wirklich lohnenswert ist, verraten wir euch in unserem Test zu Black Mirror.

Die Entwicklungsgeschichte der Black Mirror-Reihe

Wenn der Name Black Mirror fällt, denken wahrscheinlich die meisten Menschen an die zugegebenermaßen sehr gute TV-Serie, allerdings handelt es sich dabei auch um eine dreiteilige Computerspielreihe.
Während der erste Adventure-Teil 2004 noch von dem tschechischen Spieleentwickler Future Games entwickelt und von dem deutschen Publisher dtp Entertainment vertrieben worden ist, folgten 2009 sowie 2011 zwei Nachfolger, für die sich das Hannoveraner Studio Cranberry Production verantwortlich zeichnete.

2014 verkaufte der mittlerweile insolvente Publisher die Markenrechte an Black Mirror an den schwedischen Publisher Nordic Games. Dieser erwarb im Juni desselben Jahres auch die Markennamen an THQ und gab an, zukünftig die Spiele unter diesem Label veröffentlichen zu wollen.

Im August 2016 wurde Nordic Games im Rahmen einer Umfirmierung in THQ Nordic umbenannt, um damit die alte Marke THQ wieder zum Leben zu erwecken.
Im Rahmen der gamescom 2017 kündigte THQ Nordic schließlich ein neues Black Mirror für November an. Dabei soll der Reboot eine eigenständige Geschichte erzählen, um auch neue Spieler ins Adventure-Boot zu holen. Für die Entwicklung ist das unabhängige Bremer Entwicklerstudio King Art zuständig, das sich in der Vergangenheit unter anderem einen Namen durch die Adventure-Reihe The Book of Unwritten Tales machte und bereits bei Black Mirror 2 an der Entwicklung beteiligt war.

Eine schrecklich schöne Familie

Black Mirror spielt im Jahre 1926 und damit einige Jahrzehnte vor dem ersten Teil. Protagonist David Gordon wird nach dem überraschenden Selbstmord seines Vaters in das alte Anwesen seiner Familie nach Schottland berufen.
Im Black Mirror Castle angekommen trifft der junge Mann auf seine Großmutter Margaret Gordon, den Butler Angus McKinnon sowie den Anwalt der Familie, Andrew Harrison, der die Details der Erbschaft klären soll. Serien-Veteranen dürfte bereits in den ersten Spielminuten ein wohliger Schauer den Rücken hinunterlaufen, schließlich findet die Eröffnungssequenz in der großzügigen Eingangshalle von Black Mirror Castle statt und zieht damit direkt in die düstere und bedrückende Atmosphäre der Reihe.

Nachdem die ersten Formalitäten geklärt sind, führt uns Angus auf dem Weg zu unserem Schlafgemach durch einen Teil des sogenannten Sgathan Dubh Castle (bedeutet nichts anderes als Black Mirror Castle, klingt aber cooler!). Schon die ersten Schritte über die knarrende Treppe lassen bei uns leichte Gänsehaut entstehen. Die Kerze unseres Begleiters lässt riesige groteske Schatten an den Wänden entstehen, während das Anwesen bereits im Schwarz der Nacht versunken zu sein scheint.

Der Kampf mit der Steuerung

Anders als in den früheren Teilen, steuern wir David nun nicht mehr per Mausklick, sondern direkt aus der Third-Person-Ansicht mittels der WASD-Tasten durch das Schloss. Mit leichten Mausbewegungen können wir zudem die Perspektive anpassen. Meistens schwenkt das Spiel die Kamera aber dynamisch in die Richtung, in die wir vermeintlich gehen beziehungsweise laufen möchten. Das funktioniert ab und an gut, meistens aber bekommen wir durch die störrische Kamera eher einen Drehwurm und verfluchen diese innerlich. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass wir bestimmte Winkel eines Schauplatzes ohne eine Anpassung der Perspektive überhaupt nicht zu Gesicht bekommen würden.

Oft behalten sich wichtige Hinweise aber gerade in solchen toten Winkeln versteckt. Hinzu kommt, dass wir Gegenstände mit der Taste „1“ oder durch einen gezielten Klick mit der linken Maustaste in unser Inventar packen können – allerdings nur dann, wenn wir uns in unmittelbarer Umgebung befinden. Richtig blöd wird es, wenn sich ein solcher Gegenstand in einem toten Winkel befindet. Dann müssen wir zusätzlich mit der Maus in die entsprechende Richtung schwenken und diesen gleichzeitig möglich schnell aufheben. Denn die Perspektive wechselt in Sekundenbruchteilen wieder zur Ausgangposition zurück und macht uns damit das Adventure-Leben oft schwerer, als eigentlich nötig.

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