PlayNation Test The Elder Scrolls V: Skyrim

The Elder Scrolls V: Skyrim - Virtual Reality-Immersion mit Kompromissen

Von Patrik Hasberg - Test vom 20.11.2017 - 12:27 Uhr
The Elder Scrolls V: Skyrim Screenshot

Steuerung: Move Controller vs. DualShock 4 Controller

Skyrim VR lässt sich auf zwei unterschiedliche Weisen erleben, je nachdem für welche Steuerungsmöglichkeit ihr euch entscheidet. Zur Auswahl steht der normale DualShock 4 Wireless-Controller der PlayStation 4 sowie die beiden PlayStation Move-Motion-Controller. Mit Letzteren habt ihr die Wahl, ob ihr euch lieber komplett frei durch die Welt bewegt oder die Teleportfunktion in Anspruch nehmen möchtet.

Damit lässt sich der eigene Charakter bis zu 15 Meter weit teleportieren, während alle anderen Lebewesen in Himmelsrand den gängigen Gesetzen der Physik unterworfen sind und laufen müssen. Diese Funktion ist vor allem für Spieler zu empfehlen, die bei entsprechenden VR-Spielen schnell unter Motion Sickness leiden.

Möchtet ihr euch lieber mit dem regulären DualShock-Controller frei bewegen, könnt ihr zusätzlich verschiedene Parameter anpassen. Beispielsweise ob die Bewegung linear oder graduell, also schneller werdend, ausgeführt werden soll. Anpassbar ist zudem, ob Drehungen flüssig oder ruckartig ausgeführt werden. Diese Option gibt es bei den Move-Controllern nicht. Hier bewegt ihr euch mit zwei der vier Buttons des rechten Controllers nach rechts beziehungsweise nach links.
Drück ihr auf die Move-Taste des linken Controllers, bewegt ihr euch vorwärts. Durch einen Doppelklick legt ihr hingegen einen Sprint ein. Wird der linke Controller senkrecht zum Boden gehalten, lauft ihr zurück. Eine Bewegung des Controllers nach links beziehungsweise rechts, lässt euch eine Seitwärtsbewegung ausführen.

Insgesamt funktioniert die Steuerung mit den Move-Controllern zwar erstaunlich gut und Bethesda hat sich hier definitiv viele Gedanken gemacht, doch nicht jeder Spieler dürfte damit warm werden. Zusammengefasst fehlt bei den Move-Controllern ein richtiger Analogstick, denn die Kombination aus den ruckartigen Drehungen und den weichen Bewegungen zur Seite und nach vorne sind sehr gewöhnungsbedürftig und nicht für jedermann geeignet.

Mit dem DualShock-Controller habt ihr diese Probleme zwar nicht, dafür leidet aber die Immersion. Denn die große Stärke der Move-Controller ist die Simulation eurer Hände, wodurch die Kämpfe komplett anders erlebt werden können. Mit dem Trigger des linken Move-Controllers könnt ihr beispielsweise einen Zauberspruch auf eure Feinde abfeuern, während ihr mit dem rechten Move-Controller euer Schwert umklammert und beherzt zuschlagt. Besonders gut und vor allem intuitiv ist Bethesda die Steuerung des Bogens gelungen. Mit dem rechten Move Controller wird der Pfeil in die Sehne  gelegt. Nun halten wir den entsprechenden Trigger gedrückt und spannen die Sehne durch eine entsprechende Armbewegung. Lassen wir den Trigger nun los, fliegt der Pfeil durch die Luft und findet hoffentlich sein Ziel. Eine Zielhilfe gibt es nämlich nicht, weshalb der richtige Umgang mit dem Bogen gelernt sein sollte. Vor allem im Eifer des Gefechts verschießt ihr so den einen oder anderen Pfeil auch mal ins Blaue.

Mit den Move-Controllern steuern wir uns durch die entsprechende Bewegung auch durch die Menüs. Immer wieder greifen wir dadurch aber zu falschen Waffen oder stehen plötzlich in Unterhose vor unseren Feinden. Möchtet ihr also eine präzise Steuerung und könnt auf die zusätzliche Immersion durch die Move-Controller verzichten, solltet ihr auf kurz oder lang zu dem normalen DualShock-Controller greifen. Allerdings trifft Bethesda an dieser Stelle keine Schuld. Viel eher steht Sony in der Pflicht nicht nur das VR-Headset immer weiter zu optimieren, sondern auch bessere Controller für entsprechende Spiele wie Skyrim anzubieten.

Getestet haben wir Skyrim VR auf der PlayStation 4. Auf einer PlayStation 4 Pro sieht die Grafik gefühlt noch einen Tick besser aus. Außerdem sind die Ladezeiten deutlich kürzer. Der normalen PS4 hört man durch die schnelle Lüfterdrehung an, dass sie bei dem Titel ganz schön hart ackern muss. Die PS4 Pro bleibt im wahrsten Sinne des Wortes cool und vor allem leise.

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