Von Andre Holt | News vom 14.11.2017 - 17:04 Uhr - Kommentieren
Need for Speed Payback Screenshot

Coole Karren, qualmende Reifen und eine pumpende Nitro-Einspritzung – es ist wieder Zeit für Need for Speed. Mit Need for Speed: Payback wagen die Entwickler von Ghost Games erneut einen Versuch, um die legendäre Arcade-Racing-Reihe zum neuen Leben zu erwecken. Dabei setzen sie unter anderem auf eine Story im Stile von Fast & Furious – leider zündete der Titel in unserer Testsession nahezu überhaupt nicht. Warum das der Fall ist, lest ihr in unserem Test!

Kaum eine Rennspielreihe steht für Tradition und jahrelangen Erfolg wie Need for Speed. Bereits vor mittlerweile 23 Jahren erschien der Erstling der Reihe und zog mehr als 20 weitere Ableger für verschiedenste Plattformen nach sich. Dabei hat wohl jeder Jahrgang seinen Lieblingsableger der Serie, doch der Kanon lautet meist, dass Need for Speed 3 und die beiden Underground-Teile immer noch nostalgisch positiv in den Köpfen verwachsen sind.

Der Erfolg bei Kritikern und Fans wollte in den letzten Jahren einfach nicht wirklich zurückkehren und so entschlossen sich EA und Ghost Games im Jahr 2015 zu einem Reboot mit dem einfachen Namen ‚Need for Speed‘. Jedoch konnte auch dieser Titel nicht bei der Masse ankommen, was an unterschiedlichsten Faktoren lag. Mit der Ankündigung zu Need for Speed: Payback wurde indirekt versprochen, dass in diesem Jahr alles besser gemacht würde und wieder ein großes Auto- und Action-Feuerwerk ansteht. Dafür ließen sich die Entwickler offenbar von Action-Filmen, wie der Fast & Furious-Reihe inspirieren.

Hollywood hätte Tränen in den Augen

Direkt zu Beginn ist an dieser Stelle anzumerken, dass die unglaublich schäbigen Zwischensequenzen mit realen Schauspielern aus dem letzten Spiel nicht mehr enthalten sind. An der klischeeüberladenen und völlig peinlichen Story ändert das jedoch überhaupt nichts: Drei Freunde stehlen ein Auto eines wohlhabenden Mannes, werden von einer Komplizin verraten, schließen sich mit dem Besitzer des gestohlenen Wagens zusammen und versuchen die Könige der Straßenrennen im Ort Fortune Valley zu werden. So weit so langweilig. Erneut wirkt die Geschichte einfach nur wie ein Leitfaden, der genutzt wird, um von einer peinlichen Situation in die nächste zu geraten und dann schlussendlich mehrere Rennen zu absolvieren, damit die öde Story fortgesetzt wird.

Untermalt wird dieser Aufbau durch geskriptete Sequenzen, in denen unser Fahrer auf möglichst imposante Art und Weise über Klippen springt oder für Explosionen sorgt. Darüber haben wir jedoch keinerlei Kontrolle und schlussendlich enden diese Filmsequenzen meist damit, dass Cops auftauchen, die es entweder abzuschütteln oder aus dem Verkehr zu werfen gilt. Das ist zwar ganz nett, aber wirklich überzeugen kann dieses Prinzip nicht. Sicherlich lässt sich so für die ein oder andere spannende Situation sorgen, aber es wäre um ein Vielfaches interessanter, wenn sich dies durch das Fahren des Spielers ergäbe.

Apropos fahren: Überhaupt wirkt das gesamte Gameplay von Need for Speed: Payback eher schwach. Das Fahrgefühl der ca. 80 enthaltenen Boliden kommt nahezu überhaupt nicht rüber und wirkt aufgrund seiner Schwammigkeit völlig austauschbar.
Dafür ist die Auswahl wirklich gut gelungen, denn vom guten alten VW Golf GTI bis hin zum wahren Monster, dem Koenigsegg Regera, wird einiges geboten und jeder Fan von motorisierten Fahrzeugen dürfte sein persönliches Schätzchen finden. Dabei werden die unterschiedlichen Autos in fünf Klassen aufgeteilt, wobei die unterschiedlichen Rennen nur mit der jeweils passenden Gattung bestritten werden können. Bei den Klassen handelt es sich um Racer, Offroad, Runner, Drag und Drift. Für Abwechslung ist also auch bei den Rennen gesorgt und jede der Klassen hat in gewisser Weise ihren Charme – auch wenn uns das typische Racing noch am ehesten gefallen hat.

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Seiten-Auswahl

Need for Speed Payback
  • Need for Speed Payback

  • Entwickler: Ghost Games
  • Publisher: Electronic Arts
  • Genre: Rennspiel
  • Status: Keine Angabe
  • Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
  • Release
  • PS4: 10.11.2017
  • XONE: 10.11.2017
  • PC: 10.11.2017
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