Von Patrik Hasberg | News vom 06.11.2017 - 20:19 Uhr - Kommentieren
Call of Duty WW2 Screenshot

Entwickler Sledgehammer Games bietet mit Call of Duty: WW2 ein prall gefülltes Shooter-Paket an, das wenig an bekannten Gameplay-Mechaniken rüttelt, dafür aber auf ein neues Setting und frische Erweiterungen setzt. Wie gewohnt von der Reihe, hat uns die Singleplayer-Kampagne zwar nicht aus den Latschen kippen lassen, unseren Spaß hatten wir aber trotzdem. CoD-Veteranen werden mit dem umfangreichen Multiplayer in jedem Fall ihre Freude haben. Welche Schwächen und Stärken der Shooter im Detail hat, klären wir in unserem umfangreichen Test.

Zurück im Zweiten Weltkrieg

Maschinengewehrfeuer erwartet die alliierten Truppen, als sie am 6. Juni 1944 mit ihren Landungsbooten die Strände der Normandie in Frankreich erreichen. Unter ihnen der junge Private Ronald „Red“ Daniels, der zum bekannten D-Day mit der 1. US-Infanteriedivision zum ersten Mal in seinem Leben in den Kampf geschickt wird. Bisher kannte Daniels nur das beschauliche Leben auf dem Land, nun ist er an der Front und damit in der Hölle auf Erden angekommen. Die ersten Boote erreichen den Strand und werden von kurzen gezielten Gewehrsalven durchlöchert. Die darin befindlichen Soldaten haben nicht einmal den Hauch eine Chance.

Ab hier übernehmen wir als Spieler die Steuerung und stolpern mehr, als dass wir von Deckung zu Deckung laufen. Rechts und links von uns lassen Mörser und Granaten den Sand meterhoch durch die Luft wirbeln. Mit zittrigen Händen schraubt Daniels schließlich die Bangalore, ein Sprengrohr, zusammen und zerlegt damit Sekunden später die Barriere vor uns - der Weg für die amerikanischen Soldaten ist nun frei.

Während sich Electronic Arts und der schwedische Entwickler DICE bei Battlefield 1 für den Ersten Weltkrieg als Szenario entschieden hatten, kehren nun auch Activision und das in diesem Jahr zuständige Entwicklerstudio Sledgehammer Games bei Call of Duty zurück in die Vergangenheit und damit auch zurück zu den Wurzeln der mittlerweile 14 Ableger zählenden Shooter-Reihe.

Routinierter Alltag für CoD-Veteranen

Wie Anfangs bereits beschrieben, erleben wir die Landung der Alliierten an den Stränden der Normandie, sind an der Befreiung von Paris maßgeblich beteiligt und kämpfen uns schließlich bis nach Aachen über die Ardennen, um die letzte Rheinbrücke zu überqueren und den Deutschen Soldaten das Leben im eigenen Land so richtig schwer zu machen. Der Großteil der Zeit erleben wir den Krieg dabei aus der Sicht von Private Ronald Daniels, der von den meisten in seinem Platoon einfach nur „Red“ genannt wird. Ab und an dürfen wir aber auch in die Uniform von anderen Charakteren schlüpfen, wie der 19-jährigen Widerstandskämpferin Rousseau, die nach einem herben Schicksalsschlag nur noch Rache und Vergeltung kennt.

Während Daniels oft die groben Aufgaben zugeteilt werden und wir die meiste Zeit auf Gegner feuern, feindliche Flugabwehrgeschütze in die Luft sprengen oder uns vor lauter Kugelgewitter in den nächsten Schützengraben werfen, infiltrieren wir als Rousseau eine Nazi-Garnison. Hier müssen wir an unserer erfundenen Geschichte festhalten und hin und wieder einigen besonders peniblen Deutschen den selbstverständlich gefälschten Pass vor die Nase halten. Unser Name? Natürlich Gerda Schneider, wie hätte es auch anders sein können? Doch genau diese Mission ist sinnbildlich für Call of Duty: WW2. Sledgehammer hat nicht nur im Vorfeld groß getönt zu den Wurzeln der Reihe zurückzukehren, sondern den Zweiten Weltkrieg auch möglich realistisch auf den Bildschirm der Spieler zu zaubern und Abwechslung zu bieten.

Ohne Rücksicht auf Verluste

Wir können zwar schon an dieser Stelle verraten, dass echter Realismus in Call of Duty: WW2 Mangelware ist, doch wer hätte auch etwas anderes erwartet? Und trotzdem sieht man es dem aktuellen Ableger immer wieder an, dass die Verantwortlichen darauf aus sind, ein wenig frischen Wind durch den Ableger wehen zu lassen. Und der Ansatz ist dabei wirklich gut, würde der Titel nicht des Öfteren zurück zu alten Lastern der Reihe kehren. Immer wieder sitzen wir als Private Daniels an irgendeinem Maschinengewehr oder einer Flak und mähen minutenlang ganze Gegnerhorden nieder oder holen gleich duzende feindliche Flugzeuge vom Himmel. Das hat nicht nur absolut keinen Anspruch und erinnert stark an die alten Ableger, sondern zerstört auch die zum Teil guten Ansätze.

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Call of Duty WW2
  • Call of Duty WW2

  • Entwickler: Sledgehamer Games
  • Publisher: Activision
  • Genre: Shooter
  • Status: In Entwicklung
  • Altersfreigabe: Keine Angabe
  • Release
  • XONE: 2017
  • PS4: 2017
  • PC: 2017
Star
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