Von Patrik Hasberg | News vom 04.09.2017 - 17:30 Uhr - Kommentieren
Uncharted: The Lost Legacy Screenshot

Uncharted: The Lost Legacy bedient sich bei den Stärken des Vorgängers und besticht durch eine beeindruckende Grafikkulisse, eine perfekt passende Sounduntermalung und viel Liebe zum Detail. Doch anstatt wiederholt auf Nathan Drake als Protagonist zu setzen, weht mit den beiden Power-Frauen Chloe Frazer und Nadine Ross frischer Wind durch das Action-Adventure. Ob die Story da mithalten kann, lest ihr in unserem Test der Standalone-Erweiterung.

Neuer Held, neues Abenteuer

Spätestens seit Videospiel-Ikone Lara Croft sollte klar sein, dass weibliche Helden genauso viel auf dem Kasten haben, wie ihre männlichen Kollegen. Und trotzdem sind Frauen in Videospielen noch immer in der Unterzahl.

Während die Uncharted-Reihe mit Protagonist Nathan Drake von Beginn an einen waschechten Vorzeigehelden als Zugpferd hatte, der quasi eine Mischung aus Lara Croft und Indian Jones darstellt, schlagen die Entwickler von Naughty Dog mit der Standalone-Erweiterung Uncharted: The Lost Legacy einen neuen Weg ein.

Ihr schlüpft darin in die Rolle der Schatzsucherin Chloe Frazer, die gemeinsam mit Nadine Ross auf den Spuren ihres Vaters wandelt, der Archäologe war. In Indien machen sich die beiden Frauen auf die Suche nach dem legendären Stoßzahn von Ganesha, sind bei diesem Unterfangen allerdings nicht alleine.

Expedition in Indien

Nadine Ross dürfte Serienkennen aus dem vorherigen Ableger Uncharted 4: A Thief’s End ein Begriff sein. Nach dem Tod ihres Vaters, übernimmt sie die Söldnertruppe Shoreline und begibt sich als Gegenspielerin von Nathan Drake auf die Suche nach dem Schatz von Herny Avery und der verschollenen Piratenkolonie Libertalia. Chloe hatte ihren ersten Auftritt in Uncharted 2: Among Thieves, später gab es in Uncharted 3: Drake’s Deception ein Wiedersehen.

In Uncharted: The Lost Legacy bestreitet sie ihr erstes eigenes Abenteuer und macht dabei eine wirklich gute Figur. In Bezug auf das Bewegungsrepertoire steht sie Nathan Drake in nichts nach und klettert, knobelt und kämpft genauso gut, wie der damalige Uncharted-Protagonist. Wer die vorherigen Teile gespielt hat, dürfte sich in wenigen Minuten mit der Steuerung vertraut gemacht haben und sich pudelwohl fühlen. Einschränkungen gibt es hier nicht, per Kletterhaken und Co. werden auch die steilsten Feldwände emporgekraxelt. Gelegentlich darf auch getaucht werden, um den Blicken der wachsamen Gegner zu entfliehen, nur um diese kurzdarauf in bester Sam Fisher-Manier aus dem Wasser auszuschalten. Ist das kühle Nass mal fern, eignet sich hohes Gras wunderbar für gut getimte Nahkampfangriffe, damit die Kollegen auch ja nichts mitbekommen.

Chloe macht eine verdammt gute Figur

Insgesamt spielen sich die Action-Passagen genau wie im Vorgänger, sind allerdings deutlich seltener geworden. Chloe macht aber auch bei der Benutzung der unterschiedlichsten Waffen eine gute Figur und macht selbst mit stark gepanzerten Feinden kurzen Prozess.

Einen Unterschied gibt es allerdings zwischen Chloe und den Drakes. Ab und an lassen sich mit Chloes Haarklammern Schlösser innerhalb eines Minispiels knacken. Dieses Feature wirkt zu Beginn zwar ein wenig deplatziert und möchte nicht so ganz in den Titel passen, in brenzligen Situation, wenn keine Zeit ist, wird dadurch die Anspannung allerdings perfekt in die Höhe getrieben.

Ein Gesamtkunstwerk

Gefehlt haben die regelmäßigen Kämpfe allerdings überhaupt nicht, viel eher profitiert Uncharted: The Lost Legacy von dem ruhigeren Tempo, fordert dafür mit deutlich kniffligeren Rätseln. Erst später im Spielverlauf ziehen nicht nur die Action-Passagen stark an, auch die Handlung nimmt deutlich an Fahrt auf und behält einige nette Überraschungen bereit. Besonders kreativ fällt die eigentliche Story dennoch nicht aus und wirft oft nur mit den üblichen Klischees um sich, wie wir sie bereits aus den vorherigen Ablegern sowie anderen Genre-Kollegen wie der Tomb Raider-Reihe zur Genüge erlebt haben. Die Kombination aus Grafik, Sound, Animationen geben der Story allerdings trotzdem etwas Besonderes und vermischen sich zu einem absolut runden Gesamktkunstwerk.

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Seiten-Auswahl

Uncharted: The Lost Legacy
  • Uncharted: The Lost Legacy

  • Entwickler: Naughty Dog
  • Publisher: Sony
  • Genre: Action-Adventure
  • Status: Keine Angabe
  • Altersfreigabe: Keine Angabe
  • Release
  • PS4: 2017
Star
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