Test vom 01.05.2017 - 11:00 Uhr - Kommentieren
Syberia 3 Screenshot

Als echte Adventure-Freunde mussten auch wir uns Syberia 3 natürlich ganz genau anschauen. In unserem ausführlichen Test sagen wir euch, warum die Qualitätsunterschiede zwischen Story und Umsetzung uns beinahe um den Verstand gebracht haben und wir bis heute nicht sagen können, ob wir das Spiel nun eigentlich lieben oder abgrundtief hassen.

Es war einmal eine begeisterungsfähige Spieleredakteurin, die als bekennende Adventure-Freundin einen Steam-Code für Syberia 3 zur Verfügung gestellt bekam. Die Vorfreude, sich mal wieder einem längeren Test widmen zu können, wurde nur noch größer, als ihre Kollegen ihr von ihren vielen positiven Erinnerungen an die Vorgänger des Titels berichteten.

Und so begab es sich, dass sie sich, ein kurzes Spiel mit netter Story und einigen Rätseln erwartend, recht zeitnah auf die heimische Couch begab und den Titel startete. Hätte sie allerdings zu diesem Zeitpunkt gewusst, wie viel Nerven sie Syberia 3 noch kosten würde, hätte sie sich wohl ein hochprozentigeres Getränk bereitgestellt als ein schnödes Glas Saft. Doch was ist das für ein Adventure, das unseren jungen Schreiberling zwischen Hass und Liebe schwanken ließ und eine angemessene Wertung zu finden zu einer schier unlösbaren Aufgabe machte?

Kate Walker ist zurück

Aber bevor wir uns in der Schönheit und Grausamkeit dieses Spiels verlieren, beginnen wir diesen Test doch wie es sich gehört: mit einer Vorstellung des Inhalts. Syberia 3 ist für PC, Mac, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich und entstand aus der Zusammenarbeit von Autor und Art Director Benoit Sokal und den Entwicklerteams Mikroids und Koalabs. Das Adventure baut auf den Geschehnissen der beiden Vorgänger Syberia und Syberia 2 auf, wobei Vorkenntnisse zum Verständnis des Titels nicht unbedingt nötig sind. Auch in diesem Teil begleiten wir Anwältin Kate Walker, die nach einem Unfall mit schweren Verletzungen von dem Nomadenstamm der Youkol gerettet und in eine nahegelegene Klinik gebracht wird.

Mit Kates Aufwachen aus der Bewusstlosigkeit beginnt das Spiel nun. Anstatt sich aber in Ruhe auf die eigene Gesundheit konzentrieren zu können, wird schnell klar, dass die junge Anwältin sich lieber um ihre Umgebung sorgen sollte. Denn die Ärzte in dieser Klinik sind nicht um die Genesung ihrer Patienten bemüht und halten sie stattdessen in dem Gebäude fest – seit vielen Jahren und mit allen Mitteln. Da wird dann schon einmal Aggression oder Paranoia unterstellt, die einzige Möglichkeit zur Flucht manipuliert oder dem vertrauensseligen Patienten eine schädliche Substanz injiziert. Nächstenliebe? Pah, die eigenen Motive sind wichtiger! Sie sind somit die einzigen Charaktere, die keinerlei Grauzonen aufweisen, sondern die undankbare Rolle der Unsympathen einnehmen und auch visuell mit typischem Bösewicht-Aussehen zu überzeugen wissen.

Wir haben Syberia 3 getestet.

Wir sind die einzige Rettung in Sicht

Das Zimmer teilen wir mit Kurk, der ebenfalls den Youkol angehört und vom Personal an sein Bett fixiert wurde. Durch den Angriff des Militärs auf seinen Stamm verlor er einen Teil seines Beines und muss nun auf eine Prothese warten. Doch von dieser ist weit und breit keine Spur zu sehen und die Behandlungen scheinen den Jungen sogar noch weiter zu schwächen. Von nun an setzt Kate also alles daran, nicht nur selbst der Klinik zu entkommen, sondern auch Kurk zu retten und ihn nicht den Händen des wenig vertrauenswürdigen Personals zu überlassen. Das ist gar nicht so einfach, denn aus einer Aufgabe erwachsen immer wieder weitere und so kommt sie nur langsam voran.

Doch es geht nicht nur um Kate und Kurk, auch der Stamm der Youkol benötigt dringend Hilfe, sieht er sich doch immer wieder den rassistisch motivierten Anfeindungen der Stadtbewohner ausgesetzt. Ein Volk, das nicht sesshaft werden will, stattdessen auf Geister hört und mit ihren Schneestraußen durch die Welt zieht? Die können ja nichts Gutes im Schilde führen, jawohl! Und überhaupt, wie können sie es wagen, Waren günstiger anzubieten als die hiesigen Bewohner? Diebe, Scharlatane, Abschaum, Gesindel! Hinfort mit ihnen, koste es, was es wolle!

Als wäre es nicht schon schlimm genug, manipulativen Ärzten und einer geifernden Meute entkommen zu müssen, wird Kate zudem von ihrer Vergangenheit verfolgt, die sie endgültig einzuholen droht.

Unsere Review zu Syberia 3.

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Von Julia Rother Unser Team
Syberia 3
  • Syberia 3

  • Entwickler: Microïds
  • Publisher: Microïds
  • Genre: Adventure
  • Status: Released
  • Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
  • Release
  • MAC: 20.04.2017
  • PC: 20.04.2017
  • PS4: 20.04.2017
  • XONE: 20.04.2017
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