Test vom 11.04.2017 - 09:20 Uhr - Kommentieren
Blackwood Crossing Screenshot

Vor wenigen Tagen erschien Blackwood Crossing für PC, Xbox One und PlayStation 4. Wir haben das narrative Adventure für euch getestet und dabei so viel mehr bekommen, als wir erwartet hatten. In unserer Review sagen wir euch, was uns überzeugt hat und sprechen dabei über authentische Charaktere und eine Story mit unerwarteten Wendungen und ganz viel Gefühl.

Nicht allzu lang ist es her, dass wir euch das narrative Adventure Blackwood Crossing in unserer Vorschau vorgestellt haben. Schon damals zeigten wir uns beeindruckt von der mitreißenden Geschichte rund um die Waisenkinder Scarlett und Finn, deren Beziehung auf einer magischen Zugfahrt beleuchtet wird und von Liebe, Verlust und Einsamkeit erzählt.

Am 04. April 2017 erschien Blackwood Crossing nun für 15,99 Euro für PlayStation 4 und einen Tag später für Xbox One und PC. Hatten wir gedacht, durch unsere ersten Einblicke bereits bestens auf das Kommende vorbereitet zu sein, so wurden wir eiskalt erwischt und eines Besseren belehrt. Denn Blackwood Crossing ist nicht nur das grafisch ansprechende, rührende Adventure, für das wir es während unserer Vorschau hielten. Stattdessen steckt der Titel voller Wendungen gegensätzlicher Emotionen, Düsterheit, Schmerz, Magie und Schönheit, dass es uns fast unmöglich erscheint, dem Spiel in diesem Test gerecht zu werden.

Aber beginnen wir ganz von vorne: Hinter dem narrativen Adventure steckt neben Publisher Vision Games Publishing PaperSeven, ein kleines, unabhängiges Entwicklerstudio aus Brighton, England, das aus früheren Mitarbeitern von Disney Black Rock Studio besteht. Das Entwicklerteam hat es sich zum Ziel gemacht, den Spieler auf bedeutungsvolle und unvorhersehbare Reisen mitzunehmen und dabei emotionale Themen ergründen zu lassen. Mit von der Partie ist zudem Oliver Reid-Smith, der Autor von The Room, der nun auch dieser Geschichte Leben einhauchte.

Eine magische Zugfahrt beginnt

Wie bereits anfangs erwähnt, stehen die Waisenkinder Finn und Scarlett im Mittelpunkt des Geschehens. Einst eng verbunden und viel Zeit miteinander verbringend, ändert sich mit Scarletts Eintritt in die Pubertät einiges und über die Jahre scheinen sich die Geschwister langsam zu entfremden. Scarlett wird älter, lebt ihr eigenes Leben und lässt ihre Kindheit – und damit auch Finn – zurück... so scheint es zumindest für den kleinen Bruder.

Auf einer Zugfahrt schließlich nehmen unterdrückte Emotionen ihren Lauf und erwachen in Form von Magie und seltsamen Kreaturen zum Leben. Wir spielen dabei Scarlett, die mit Gestik, Mimik, Kleidung und sogar abgeblättertem Nagellack ein sehr authentisches Abbild eines Teenagers verkörpert. Unsere Aufgabe ist es, Finn zu finden, der ständig vor uns davonläuft. Doch um voranzukommen, müssen wir uns den Geschehnissen der Vergangenheit stellen und so beispielsweise Gesprächsfetzen von seltsam maskierten Personen in einer Art Memory zu sinnvollen Aussagen zusammenfügen oder mit Objekten und Erinnerungen interagieren, um kleinere Rätsel zu lösen.

Unsere Review zu Blackwood Crossing.

Lang vergessene Zeiten

So müssen wir uns beispielsweise an unsere gemeinsame Geheimsprache erinnern, um von Finn ins Baumhaus eingelassen zu werden und erkunden auf dem Weg dorthin magisch aus dem Boden gewachsene Landschaften oder auch das Gewächshaus unseres Großvaters.

Mit der Zeit wird Finns Schmerz immer deutlicher, der sich abgewiesen, verlassen und allein fühlt und darunter leidet, dass er sich an seine Eltern nicht einmal erinnern kann und nun auch noch seine Schwester zu verlieren scheint. Aus Schmerz erwächst Wut und so wird unser kleiner Bruder schon einmal zu einer feuerspuckenden Gewalt, die es einzudämmen gilt. Gut nur, dass auch Scarlett durch die Interaktion mit ihrem Bruder Stück für Stück magische Fähigkeiten erhält und so beispielsweise Feuer umlenken und Dinge zum Leben erwecken kann. Immer mit dabei: eine mysteriöse Figur, die ständig neue Fragen aufwirft und uns irgendetwas zeigen zu wollen scheint.

Wir haben Blackwood Crossing getestet.

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Von Julia Rother Unser Team
Blackwood Crossing
  • Blackwood Crossing

  • Entwickler: PaperSeven
  • Publisher: Vision Games Publishing
  • Genre: Adventure
  • Status: Released
  • Altersfreigabe: Keine Angabe
  • Release
  • PS4: 04.04.2017
  • XONE: 05.04.2017
  • PC: 05.04.2017
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