PlayNation Test NieR: Automata

NieR: Automata - Echte Gefühle zwischen Schaltkreisen?

Von Franziska Behner - Test vom 10.03.2017 - 11:10 Uhr
NieR: Automata Screenshot

NieR: Automata wirft eine Frage auf, die schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder in Science Fiction in Form von Literatur, Filmen und Games diskutiert wird: „Haben Maschinen und Androiden die Fähigkeit zu lieben?“ Wir sind dieser Frage im neuesten Action-JRPG aus dem Hause PlatinumGames auf den Grund gegangen und verraten euch in unserem Test, wie gut die Dynamik zwischen Android, Maschine und Mensch funktioniert.

„Glory to mankind!“

Viele Jahre nach den Geschehnissen von NieR spielt dessen Nachfolger. Auch wenn Automata als zweiter Teil gilt, haben die beiden Games, abgesehen von dem Schauplatz, wenig miteinander zu tun. In NieR: Automata werden wir in der Haut von der schönen Androidin 2B auf die Erde gesandt, um diese von den Roboter-Invasoren zurückzuerobern. Diese haben die Menschheit angegriffen, sodass nur noch eine Flucht auf den Mond zur Aussicht stand. Auf der Erde hingegen gibt es nur noch wenige Widerständler, die selbst versuchen die mechanischen Wesen unter Kontrolle zu bringen.

Einer der ersten Endgegner in Nier: Automata von SE:

Um die Erde wieder zur Heimat der Menschen zu machen, müssen wir versuchen hinter die Pläne der Angreifer zu kommen und dagegen anzukämpfen. Dazu werden wir als Battle-Androidin eingesetzt, gemeinsam mit der Scanner-Einheit 9S. Wir haben die Möglichkeit im Laufe des Spiels immer wieder zwischen dem Planeten Erde und dem Bunker im Weltall hin und her zu wechseln. Im Bunker werden alle Entscheidungen getroffen, die für die Mission von Nöten sind. Er dient als eine Art Kommandozentrale, von der aus die Androiden Anweisungen erhalten. Von Angesicht zu Angesicht, wie auch über Funk.

Zwischen Mensch und Maschine

Der unkonventionellen Art und Weise wie Game Writer Taro Yoko Spiele entwickelt und Storys schreibt, bleibt er auch im neusten Ableger treu. NieR: Automata ist verrückt, schnell und immer wieder für eine Überraschung gut.

Hauptaugenmerk der actionreichen Story ist die Verbindung zwischen den Menschen, Androiden und Maschinen. Eigentlich sollte letzteres nicht von alleine ganze Sätze bilden können oder gar auf Ereignisse reagieren. Aus zunächst unerklärlichen Gründen können die Maschinen aber bereits von Anfang an Antworten geben und auf unterschiedliche Situationen reagieren. Sie eifern den menschlichen Aktivitäten, Liebesbeziehungen und alltäglichen Aufgaben nach, was bei längerem Beobachten durchaus verstörend wirkt.

Und auch die Androiden scheinen Gefühle füreinander zu entwickeln, die allerdings vor allem die Protagonistin 2B tunlichst zu unterdrücken versucht. Gefühle jeglicher Art können die Effizienz der kommenden Missionen erheblich beeinträchtigen, deshalb geht von der blonden Schönheit eine kühle, militärische Aura aus, die 9S immer wieder zu durchbrechen versucht.

Von Missionen und Geschichten

Im Basislager, wie auch bei Personen und Maschinen in der gesamten NieR: Automata-Welt, können Quests angenommen werden. Die Hauptaufgaben führen in schnellen Schritten die Geschichte voran, während Nebenquests eine große Bandbreite an zusätzlichen Informationen bringen. Sie sind obligatorisch, aber aufgrund der kleinen Storys die sich daraus entwickeln, absolut sehens- und spielenswert. Während wir in der Preview noch befürchteten, dass die Sidequests einem einfachen „Bring and Earn“-Mechanismus folgen, können wir euch jetzt beruhigen: von Sammelaufgaben bis hin zu Botengänge ist hier alles dabei, was das JRPGler-Herz begehrt. Auch außergewöhnliche Anfragen, wie das Spenden von eigenem Geld für eine neue Erfindung, sind mit dabei.

NieR: Automata NieR: Automata Dieser TV-Spot läuft in Japan nur zensiert

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL