PlayNation Test Battlefield 1

Battlefield 1 - Erster-Weltkriegs-Shooter im Test

Von Dustin Martin - Test vom 07.11.2016 - 10:38 Uhr
Battlefield 1 Screenshot

Mit Battlefield 1 hat DICE womöglich den besten Ableger der Shooter-Reihe abgeliefert. Rasant, atmosphärisch, groß – und trotzdem stört uns etwas. In unserem Test zeigen wir euch, wem Battlefield 1 wirklich Spaß machen könnte und wer lieber die Finger von dem EA-Titel lässt. Willkommen im Ersten Weltkrieg.

Story von Battlefield 1 im Test: Die Illusion des Sieges

Wir stehen auf dem Schlachtfeld, flach und ohne Gräben, der Regen hat den Boden aufgeweicht und verdeckt die Sicht. Es sind nicht mehr viele Feinde zu sehen, vielleicht haben wir fast gewonnen. Doch daran ist nicht zu denken. Alles, was wir gerade wollen, ist Überleben. Hinter uns liegen Leichen, unter uns fließt Blut, vor uns ist der Feind – und unsere einzige Chance ist das Gewehr. Wir schießen, hören einen Schrei und fallen zu Knie. Ein Kopfschuss. Wir waren David Lafayette, 1895-1918.

So beginnt Battlefield 1, wenn wir es zum ersten Mal starten. Der Singleplayer-Modus ist zwar keine richtige Kampagne, dafür beweist DICE umso mehr Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der ein- bis zweistündigen Einzel-Episoden. „Was folgt, sind Frontkämpfe. Du wirst vermutlich nicht überleben“, steht am Anfang geschrieben, davor lief eine kurze Hommage an die Opfer des Ersten Weltkrieges.

Atmosphärisch ist Battlefield 1 zurzeit nicht zu schlagen, zumindest in einigen ausgewählten Story-Kampagnen. DICE hat sich, vermutlich wegen der scharfen Kritik an den letzten Teilen, von einer durchgängigen Geschichte verabschiedet und gibt uns stattdessen einen Einblick in fünf Schicksale.

Review-Übersicht: So gut ist der Battlefield 1 wirklich

Story von Battlefield 1 im Test: DICE kann Vorgänger-Probleme nicht beheben

Obwohl der Einstieg in Battlefield 1 so pompös emotional ist, schafft es DICE leider nicht, diese Stimmung in allen Episoden durchweg zu halten. Zwar haben wir beim Spielen das Gefühl, wir sind im Krieg. Jedoch sind die Geschichten nicht so spannend erzählt, dass wir unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht.

Hinderlich sind auch die bekannten Probleme der Vorgänger-Teile, obwohl DICE sie auf ein Minimum reduzieren konnte. Einerseits sind die Computergegner bemerkenswert dümmlich und schaffen es nur sehr schwer, uns zur Strecke zu bringen. Andererseits haben wir während der Missionen immer wieder den Eindruck, dass der Einzelspieler-Modus eher ein Tutorial als eine ernstzunehmende Kampagne ist. Das reißt uns aus der sonst wundervoll ambivalenten Atmosphäre, mit der DICE den brutalen Krieg dem scheinbar wertlosen Individuum drastisch gegenüberstellt.

Battlefield 1 ist demnach nichts für Einzelspieler. Doch wie sieht es mit dem Multiplayer-Modus, dem Gameplay und der Grafik aus? Jetzt den Test zu Battlefield 1 weiterlesen!

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