FIFA 17: Nullnummer oder klarer Favorit?

29.09.2016 - 13:29

Mit FIFA 17 möchte EA Sports auch in diesem Jahr das Fernduell mit Konami-Konkurrent Pro Evolution Soccer 2017 für sich entscheiden. Mit neuer Frostbite Engine und neuen Features in einigen Spielmodi ist FIFA 17 auf dem Papier schon einmal der klare Favorit - doch ein Spiel geht 90 Minuten! Oder wie FIFA-Kommentator Frank Buschmann zu sagen pflegt: „Am Ende kackt die Ente!“. Mehr dazu folgt in unserem Test zu FIFA 17 - auf geht’s!

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Geschrieben von Tobias Fulk Das PlayNation.de Team

Frostbite Engine gut, alles gut?

Wie eingangs bereits erwähnt, bekommt die FIFA-Reihe mit der Frostbite Engine in diesem Jahr erstmals seit Umstieg auf die aktuelle Konsolen-Generation eine neue Spielengine verpasst. Die Frostbite Engine, bekannt aus vielen EA-Titeln wie Battlefield, Dragon Age und Star Wars: Battlefront, soll für noch realistischere Auftritte der virtuellen Fußballstars sorgen. Und tatsächlich: die realitätsnahe TV-Präsentation wirkt dank frischer Animationen und aufgehübschter Optik noch besser. Vor die Nase geklatscht kriegen wir das direkt nach dem ersten Start von FIFA 17. Es ist ein schöner Fußballtag. Die Sonne brennt durch das geöffnete Dach des Wembley Stadiums und schnell wird klar: Es ist das Finale des traditionellen Community Shield Cups der englischen Premier League. Ein absolut heißes Duell zwischen den Millionenclubs Manchester United und FC Chelsea. Beide Teams betreten den grasgrünen Teppich, eine Kamerarundfahrt zeigt uns die dank der Frostbite Engine noch detaillierteren Zuschauerränge. Die Fans sind heiß und der Schiedsrichter pfeift die Partie an!

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Eine erste Ballstafette von Chelsea endet in einem Ballgewinn von Superstar Ibrahimovic, der den Ball dank neuer, verbesserter Körpereinsatz-Physik abschirmt und diesen nur knapp am Kasten von Torwart Courtois vorbeilenkt. Erstaunen macht sich breit: das haben wir in FIFA so noch nicht gesehen. Der allgemeine Ablauf eines Angriffs wirkt längst nicht mehr so steif und wie an der Schnur gezogen wie noch in FIFA 16. Dazu tragen vor allem auch die neuen Animationen bei, welche eure virtuellen Fußballstars noch realitätsnaher aufs Spielfeld bringen.

Taktisch tief stehend!

Doch zurück zum Community Shield Finale. Am Spielfeldrand tobt Trainer José Mourinho. Der Grund: Die Spieler sollen den Druck auf den ballführenden Chelsea-Verteidiger erhöhen. Ebenfalls neu: durch die adaptive Spielintelligenz bewegen sich die KI-gesteuerten Mitspieler jetzt endlich mal getreu der Taktikeinstellung. Heißt: Beim Pressing versuchen sie, das gegnerische Team zurück in die eigene Hälfte zu drängen und bei der Konter-Einstellung zieht sich die gesamte Mannschaft zurück und wartet auf den richtigen Moment, um auszuschwärmen und die gegnerische Abwehr zu überlaufen. Auch hier ein großes Lob an die Frostbite Engine! Endlich haben taktische Anweisungen auch Gewicht und wirken nicht wie eine nette Dreingabe. Man hat das Gefühl, dass die KI-Spieler mitspielen und nicht wie roboterartige Pixelbomber über das Feld schleichen. Das gefiel uns schon im ersten Spiel verdammt gut!

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