Phoenix Wright: Ace Attorney – Spirit of Justice: Gerichtssaal-Drama vom Feinsten

17.09.2016 - 11:00

Unschuldige verteidigen, die Wahrheit ans Licht bringen und Mörder ihrer gerechten Strafe zuführen – das dürfen Spieler seit mittlerweile 15 Jahren in der Ace Attorney-Serie. Dieses Jahr befindet sich Capcoms Visual-Novel-Serie wieder im Aufwind, denn momentan läuft nicht nur eine Anime-Adaption in Japan und außerhalb als Simulcast, es ist außerdem mit Phoenix Wright: Ace Attorney – Spirit of Justice das sechste Hauptspiel der Reihe als Download für den Nintendo 3DS erschienen. Unser Test verrät euch, wie sich der Titel im Vergleich zu den Vorgängern schlägt.

Teilen Tweet Kommentieren
Geschrieben von Yannick ArnonDas PlayNation.de Team

Nur ein toter Anwalt ist ein guter Anwalt?

Hier im Westen fristet das Genre der Visual Novels nach wie vor ein Schattendasein und trotz der Beliebtheit der Ace Attorney-Serie, ist uns aus diesem Grund auch das in der Meiji-Periode und dem viktiorianischen England angesiedelte Spinoff "Dai Gyakuten Saiban" verwehrt geblieben. Phoenix Wright: Ace Attorney – Spirit of Justice hingegen ist gerade einmal drei Monate nach dem Release in Japan auch hierzulande in lokalisierter Form im eShop erhältlich und liefert neue Fälle, neue Charaktere und neue Locations. Zu Spielbeginn reist Anwalt Phoenix Wright in das ferne Königreich Khura'in, um seine ehemalige Gehilfin Maya Fey wiederzutreffen, die ihre Ausbildung zum Medium beendet hat. Kaum angekommen ist schon die Expertise von Phoenix gefragt, denn Ahlbi Ur'gaid, sein Fremdenführer, wird des Mordes beschuldigt. Kunst imitiert bekanntlich das wahre Leben, deswegen sind Anwälte in Khura'in alles andere als gerne gesehen. Verteidiger sind besonders verpönt und stehen im Verruf, für einen Freispruch ihrer Mandaten jeden erdenklichen schmutzigen Trick einzusetzen. Sollte ein Angeklagter für schuldig befunden werden, so wird auf Grundlage des "Defense Culpability Acts" auch gegen seinen Verteidiger ein Todesurteil verhängt. Trotzdem übernimmt Phoenix Ahlbis Verteidigung, nicht wissend, dass diese Entscheidung noch weitreichende Konsequenzen haben wird.

Der oben beschriebene Einstiegsfall ist nur die erste von fünf Episoden, aus denen die Story besteht. Die folgenden Fälle sind deutlich länger und die letzte Episode ist um einiges umfangreicher als die vorherigen. Während Phoenix zunächst in Khura'in bleibt, halten seine Partner Apollo Justice und Athena Cykes in Japanifornia die Stellung und lösen ihre eigenen Fälle. Die Verhandlungen vor Gericht dauern in der Regel mehrere Tage, bis es schließlich zu einem Urteil kommt. Deswegen verbringt ihr die Zeit dazwischen mit Nachforschungen, bei denen ihr nach Spuren sucht und Zeugen befragt, um die Lösung des Falles Stück für Stück zu ergründen. Jeder Charakter bringt eigene Spezialfähigkeiten mit. Dank seines Magatamas, einem mit spiritueller Energie aufgeladenen Edelsteins, kann Phoenix erkennen, wenn er von jemandem angelogen wird und ihr werdet durch ein auf dem Screen erscheinendes Schloss darauf hingewiesen. Je mehr dieser sogenannten "Psyche Locks" erscheinen, desto verzwickter ist es an die Wahrheit zu kommen. Ein ähnliches Talent besitzt auch Apollo, dessen Armband bei einer Lüge zu pulsieren beginnt. Ihr müsst dann die jeweilige Person genau nach ihrem körpersprachlichen Tell untersuchen, mit dem sich die Flunkernden verraten. Athena widerum spürt bei Aussagen mit Hilfe der KI Widget Ungereimtheiten in der Stimme des Sprechenden auf, in dem sie ungewöhnliche Emotionen im Zusammenhang mit dem Gesagten ausfindig macht.

Seitenauswahl

Nächste Seite

Phoenix Wright: Ace Attorney – Spirit of Justice: Unsere Vorschau zu der Visual Novel ist da

In zwei Wochen erscheint Phoenix Wright: Ace Attorney – Spirit of Justice im eShop des Nintendo 3DS. Wir haben uns bereits in das Königreich Khura'in begeben und die Demo gespielt, ...

Kommentare

Tipps